Ehrenamtliche entlasten Krankenhaus in Hagen

Mann mit schwarzem Mundschutz erklärt Besucherin den Weg

Ehrenamtliche entlasten Krankenhaus in Hagen

Von Katharina Strohmeyer

  • Fast 100 Hagener wollen helfen
  • Viele helfen als "Türsteher" oder Boten
  • Entlastung für Fachpersonal

Ein Hagener Krankenhaus erlebt eine Welle der Hilfsbereitschaft. Dutzende Freiwillige übernehmen Dienste im Allgemeinen Krankenhaus und unterstützen so die Klinik in der Corona-Krise.

Hilfsangebote per Mail

Ich bin mir für nichts zu schade. Was kann ich für Euch tun?“ - solche Nachrichten erreichten das Allgemeine Krankenhaus Hagen zuletzt häufiger. Die Klinik kann die Hilfe gut gebrauchen und startete zusätzlich im März noch einen Online-Aufruf. Knapp 100 Menschen meldeten sich, vom Studenten bis zur Rentnerin.

Laientätigkeiten

Mann mit Mund- und Gesichtsschutz, Brille und Haarnetz blickt schräg nach unten

Jan-Lukas Schäler ist Medizin-Student im 8. Semester

Etwa 20 Medizin-Studierende machen zum Beispiel Abstriche oder überwachen die Vitaldaten von Corona-Patienten. Die meisten Freiwilligen sind aber Laien. Sie erledigen zum Beispiel Botengänge innerhalb des Hauses und entlasten damit Schwestern und Pfleger.

Andere übernehmen neue Aufgaben, für die es bislang kein Personal gibt, wie die Einlasskontrolle. Als „Türsteher“ passen sie auf, dass nur Patienten und Mitarbeiter die Klinik betreten können.

Warteliste: Stille Reserve

Viele der Ehrenamtlichen sind jetzt aber noch gar nicht aktiv im Einsatz. Sie warten aber auf ihre „Einberufung“. Das Krankenhaus hat schon entschieden, wer in welchem Bereich helfen soll. Sobald die Corona-Lage kritischer wird, sollen sie angesprochen werden.

Stand: 07.04.2020, 19:16