Hochschule Recklinghausen: Schlechte Noten für E-Scooter

Studenten in Recklinghausen testen E-Scooter im Vergleich zu Pedelecs 02:36 Min. Verfügbar bis 01.07.2020

Hochschule Recklinghausen: Schlechte Noten für E-Scooter

Von Silke Hempel

  • Viermal längerer Bremsweg
  • Studenten testen E-Scooter gegen Pedelecs
  • Professor warnt vor Unfallrisiko

Studenten der Westfälischen Hochschule Recklinghausen haben am Wochenende (29./30.06.2019) für den WDR E-Scooter gegen elektrische Fahrräder als Konkurrenz auf dem Radweg getestet. Einen ersten Test gab es bereits im Mai. Die Elektro-Roller schnitten schlechter ab.

Es ging der Gruppe des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen darum zu zeigen, wie wendig und lenkbar die Roller sind. Deshalb entwickelten sie drei Tests im Vergleich zu einem elektrischen Fahrrad, dem sogenannten Pedelec.

Schwächen in der Lenkbarkeit der E-Scooter

Vor allem im Bremstest versagten die Roller im Vergleich zu einem elektrischen Fahrrad: Viermal so lang war ihr Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Auch auf dem Slalom-Parcours und beim Ausweichmanöver zeigten sie deutliche Schwächen.

E-Scooter starten in mehreren NRW-Städten

WDR 5 Profit - aktuell 17.06.2019 03:36 Min. Verfügbar bis 16.06.2020 WDR 5

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Unfallrisiko auf Radwegen

Deshalb hält der Versuchsleiter, Professor Guido Mihatsch, den Einsatz der Roller auf Radwegen für gefährlich. "Mit dem E-Scooter auf den Radwegen, besonders, wenn diese mit dem Fußweg auf Bürgersteigen kombiniert sind, sind durch die langen Bremswege mehr Unfälle zu erwarten."  Für Landstraßen seien die E-Scooter wegen des großen Unfallrisikos gänzlich ungeeignet, so Mihatsch.

Die E-Roller, auch E-Scooter genannt, sind in vielen Städten im Einsatz. Erlaubt ist es, sie auf Radwegen oder, wenn die nicht vorhanden sind, auch im Straßenverkehr zu fahren. Bislang ist eine Helmpflicht für E-Scooter nicht vorgesehen. Die Studenten trugen bei ihren Versuchen übrigens Motorradhelme – der Sicherheit wegen.

Stand: 01.07.2019, 06:39