Razzia bei Rockergruppe Osmanen Germania

Razzia bei Rockergruppe Osmanen Germania

  • 41 Räume und Wohnungen in NRW durchsucht
  • Keine Festnahmen, Waffen und Drogen sichergestellt
  • Ziel: Infos zu Vereinsstrukturen und -aktivitäten

In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen sind am frühen Dienstagmorgen (13.03.2018) insgesamt 41 Vereinsräume und Wohnungen der Rockergruppe Osmanen Germania durchsucht worden. Die Razzia lief unter der Führung des Polizeipräsidiums Essen ab.

Festgenommen wurde niemand, teilt ein Sprecher der Essener Polizei mit. Es wurden allerdings zahlreiche Kutten, Datenträger und Schriftstücke, aber auch einige Waffen und Drogen sichergestellt. Die Auswertungen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen, so die Ermittler.

Ziel: Informationen zur Vereinsstruktur

Osmanen Germania

Osmanen Germania

Bei den Durchsuchungen setzte die Polizei teilweise auch Spezialkräfte ein, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt werden. Die Ermittler wollen mehr über die Vereinsstrukturen und -aktivitäten herausfinden. Es wurde unter anderem nach Waffen und Drogen gesucht.

Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots gehe es aber nicht. Die Durchsuchungen fanden unter anderem in Essen, Duisburg, Köln, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Recklinghausen, Witten und Wuppertal statt. Genauso wie in Siegen, Lüdenscheid, Wenden und Lengerich. Ein führender Kopf der Bande soll in Ahlen leben. Auch dort wurden Wohnungen durchsucht. Durchsuchungen gab es auch in Hessen und Baden-Württemberg.

Verbindungen zur türkischen Staatsspitze

Die Rockergruppe steht nach Einschätzung des NRW-Innenministeriums in Verbindung mit der türkischen Regierungspartei AKP und dem Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Die Gruppierung vertrete türkisch-nationalistische und rechtsextremistische Positionen.

Stand: 13.03.2018, 16:01