Duisburg: Polizistin soll für Drogenring gearbeitet haben

Blaulicht

Duisburg: Polizistin soll für Drogenring gearbeitet haben

  • Polizei durchsucht sieben Wohnungen
  • Polizistin soll Drogendealern geholfen haben
  • 23-Jährige vom Dienst suspendiert

Die Staatsanwaltschaft in Duisburg hat am Donnerstag (04.07.2019) gemeinsam mit Beamten des Polizeipräsidiums Essen sieben Wohnungen in Duisburg, Krefeld und Mülheim an der Ruhr durchsucht. Insgesamt sechs Beschuldigte im Alter zwischen 17 und 25 Jahren standen im Fokus der Ermittlungen. Sie sollen Bezüge zur Clankriminalität haben und mit Drogen handeln.

Polizistin soll mit Drogenring gearbeitet haben

Unter den Beschuldigten befindet sich auch eine Polizistin aus Duisburg. Sie steht im Verdacht, interne Informationen an die Mitbeschuldigten weitergegeben zu haben. Die 23-Jährige habe Datenabgleiche in polizeilichen Auskunftssystemen durchgeführt und diese Informationen mit den Kriminellen geteilt, so der Vorwurf.  

Beweislage erdrückend

Beamte der Polizei Essen durchsuchten den Spind und die Wohnung der Beamtin. Sie stellten mehrere Mobiltelefone sowie Speichermedien sicher. Derzeit ist sie vom Dienst suspendiert; Dienstausweis und Waffe musste sie abgeben. Es wurde außerdem ein Hausverbot ausgesprochen.

Da sich die junge Frau noch in der Probezeit befindet, muss sie nun mit ihrer Entlassung rechnen.

Waffen und Drogen sichergestellt

Die Beamten haben neben den Mobiltelefonen und Speichermedien insgesamt zehn Gramm Marihuana, mehrere PTB-Waffen, eine Machete und einen Schlagring beschlagnahmt. In welchem Umfang der Drogenring mit der Clankriminalität in der Region zu tun hat, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Stand: 04.07.2019, 14:48