Duisburger Polizei: Keine Hinweise auf rechtes Gedankengut

Polizei Duisburg

Duisburger Polizei: Keine Hinweise auf rechtes Gedankengut

  • Keine Hinweise auf rechtes Gedankengut bei Hundertschaften
  • Polizeipräsidentin sieht keine rechten Tendenzen bei Polizei
  • Fahrtenbücher werden durchsucht

Die Duisburger Polizei hat bislang keine Hinweise auf rechtes Gedankengut bei den Einsatzhundertschaften, heißt es am Montag (06.05.2019). Deren Unterkünfte und Fahrzeuge wurden in den vergangenen Tagen durchsucht.

Am Mittwoch (01.05.2019) haben Aktivisten einer linken Gruppe in Duisburg einen Sticker der rechtsgerichteten Identitären Bewegung in einem Polizei-Mannschaftsbus fotografiert. Ein Polizeisprecher erklärte, der Bus sei nicht nur von Duisburger Polizisten genutzt worden.

Fahrtenbücher dienen zur Aufklärung

Die internen Ermittler wollen nun anhand der Fahrtenbücher herausfinden, wer den Polizeibus in den vergangenen Monaten gefahren hat und so klären, wer den Sticker an die Sonnenblende geklebt haben könnte. Die Polizei in Duisburg sieht sich Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt.

Kein Platz für Rechte bei der Polizei

Die Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels ist sich sicher: Rechte Tendenzen bei der Polizei in Duisburg gibt es nicht. "Wenn der Sticker von jemandem aus meiner Hundertschaft hinter die Innenseite der Sonnenblende aufgeklebt worden ist, dann war das eine gewisse Unbedarftheit, die natürlich nicht sein darf."

Bei einem Treffen mit den Beamten sprach die Polizeipräsidentin das Thema Rechtsextremismus nochmal an: "Aber es sind junge Leute zwischen 21 und 24 Jahren. Und da kann es mal sein, dass einer einen Sticker, den er irgendwo findet, mitnimmt und da drauf klatscht", so Elke Bartels.

Durchsuchungen bleiben ergebnislos

Die Gemeinschaftsräumlichkeiten, Umkleidekabinen sowie die 52 Gruppenwagen der Duisburger Hundertschaft wurden am Donnerstag (02.05.2019) nach verdächtigen Aufklebern und Flyern durchsucht. Ähnliche Fundstücke wie der Aufkleber vom ersten Mai gab es offenbar nicht. Die Polizei nimmt den Vorfall jedoch ernst.

"Die Kollegen sind alle sehr betroffen", so Harald Jurkovic von der Gewerkschaft der Polizei. "Sie versuchen in jedem Einsatz ihr Bestes zu geben. Das haben sie übrigens auch am ersten Mai gemacht."

Aufkleber Identitäre Bewegung im Polizeiauto WDR aktuell 02.05.2019 01:36 Min. Verfügbar bis 02.05.2020 WDR

Stand: 06.05.2019, 14:12