Reizgas-Attacke an Duisburger Schule

Reizgas-Attacke an Duisburger Schule

  • Möglicher Pfefferspray-Angriff an Duisburger Realschule
  • Mindestens 25 Schüler und zwei Lehrerinnen verletzt
  • Betroffene klagen über Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden

Am Mittwochmittag (06.03.2019) kam es an der Sekundarschule am Biegerpark in Duisburg-Huckingen zu einem möglichen Pfefferspray-Angriff auf Schüler. Laut den Rettungskräften vor Ort wurden durch Reizgas mindestens 25 Kinder und zwei Lehrerinnen verletzt. Zwölf Menschen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die betroffenen Personen klagten über Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden.

Für den Direktor der Schule, Pavle Madzirov, kein unschuldiger Streich: "Man kann nicht von harmlos sprechen. Keiner von uns weiß, was das für eine Art von Gas ist.  Deshalb bin ich glücklich, dass es zu keinen schwerwiegenden Verletzungen kam."

Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr

Insgesamt 100 Einsatzkräfte versorgten vor Ort die leichtverletzten Schüler. Den Opfern wurden die Augen ausgewaschen, zudem wurden sie mit Sauerstoff versorgt.

Polizei ermittelt

Wer das Gas versprüht hat, ist noch unklar. Die Schule ist derzeit geräumt. "Erst muss der Tatort in Augenschein genommen werden. Wir werden Spurensicherung betreiben. Wir werden auch Zeugen befragen. Dann werden die Ermittlungen der kommenden Tage zeigen, wohin die Reise geht", so Stefan Hausch von der Polizei Duisburg.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Ein Austreten von Gas aus den Chemie- und Physikräumen kommt aber nicht in Frage. Ein technischer Defekt ist allerdings nicht auszuschließen. Am Donnerstag (07.03.2019) soll der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.

Ähnlicher Vorfall in Leverkusen

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es am Mittwochmittag an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Leverkusen. Dem ersten Anschein nach soll dort Tränengas nahe dem Eingang des Schulgebäudes versprüht worden sein. 20 Personen wurden verletzt. Einige Opfer mussten mit starken Reizungen der Atemwege ins Krankenhaus gebracht werden. Das Schulgebäude wurde ebenfalls evakuiert.

Stand: 06.03.2019, 14:16

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