"Bananen-Zoff" vor Duisburger Gericht: Thomas Baumgärtel gegen Beleidiger

Baumgärtel-Banane wird 30 Jahre alt.

"Bananen-Zoff" vor Duisburger Gericht: Thomas Baumgärtel gegen Beleidiger

Von Marcus Böhm/ Mihri Basar

  • 26-jähriger Mann wegen Beleidigung verurteilt
  • Künstler als "Hurensohn" beschimpft
  • Angeklagter entschuldigte sich beim Künstler

Am Mittwoch (18.12.2019) ist am Amtsgericht Duisburg ein 26-jähriger Mann wegen Beleidigung verurteilt worden. Der Angeklagte hatte den Künstler Thomas Baumgärtel als "Orosbu Cocugu", also als "Hurensohn", beschimpft. Nun muss er 30 Tagessätze je 10 Euro bezahlen.

In einer E-Mail habe er den Künstler außerdem bedroht. "Ich hoffe dich irgendwann anzutreffen, um mit dir ein Kunstwerk zu veranstalten", zitierte ein Sprecher des Amtsgerichtes die schriftliche Drohung.

In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Mann für seine Tat. Thomas Baumgärtel nahm die Entschuldigung an. Er war während der Verhandlung als Zuschauer im Gerichtssaal anwesend.

Ausstellung sorgte vor einem Jahr für Aufregung

Die Duisburger Ausstellung von Thomas Baumgärtel in der Cubus Kunsthalle vor einem Jahr hatte für Aufsehen gesorgt. Der bekannte Bananensprayer hatte in seiner Ausstellung nicht nur US-Präsident Trump und andere Politiker mit einer Banane ausgestattet, sondern sie dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan symbolisch ins Gesäß geschoben.

Daraufhin wurde nicht nur Thomas Baumgärtel bedroht, auch die Cubus Kunsthalle musste die Polizei einschalten und Sicherheitspersonal engagieren. Es fanden  Demonstrationen gegen die Ausstellung statt. Angekündigt waren damals 500 Menschen für die Proteste. Gekommen waren sehr viel weniger, nur knapp 60 Leute.

Stand: 18.12.2019, 15:27