Pfefferspray-Einsatz bei Pegida- und Gegendemo in Duisburg

Pfefferspray-Einsatz bei Pegida- und Gegendemo in Duisburg

Von Marcus Böhm und Frank Menke

  • 50 Pegida-Anhänger auf dem Bahnhofsvorplatz
  • Etwa 1.500 Gegendemonstranten in Duisburg
  • Pfefferspray-Einsatz gegen Vermummte

Laut Polizei waren etwa 50 Pegida-Anhänger am Montagabend (03.09.2018) zu einer Demonstration auf den Duisburger Bahnhofsvorplatz gekommen. Ihnen standen etwa 1.500 Gegendemonstranten der Initiative "Duispunkt" und des Bündnisses "Duisburg stellt sich quer" gegenüber. Wegen der geringen Teilnehmerzahl von Pegida-Anhängern verlegte die Polizei deren Demo auf den Gehweg.

Die Polizei hatte eine Pufferzone eingerichtet, um die Demonstranten von vornherein zu trennen. Gegen etwa 100 Vermummte, die den Pegida-"Spaziergang" angreifen wollten, setzte die Polizei Pfefferspray ein.

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Gegen Rechts auf die Straße gehen

Die Organisatoren der Gegendemo kritisierten, dass sich die breite Masse der Duisburger nicht an den Protesten gegen Pegida beteiligen würde. Seit der gemeinsamen Gegendemo vor einem Jahr hätten Politik, Kirchen, Gewerkschaften und andere Organisationen auf weitere öffentliche Kundgebungen verzichtet.

"Das Ignorieren von Pegida ist gescheitert. Wir müssen diesen Leuten wieder verstärkt auf den Straßen unserer Stadt begegnen“, so Luise Hoyer von "Duispunkt". "Es muss deutlich sichtbar sein, dass wir die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren."

Stand: 03.09.2018, 21:36