Corona: Duisburg sucht geeignetes Schulkonzept

Schülerin mit Maske schreibt

Corona: Duisburg sucht geeignetes Schulkonzept

Die Stadt Duisburg erwägt, den Unterrichtsbeginn an den Schulen zu staffeln. So soll eine Situation wie im ersten Lockdown verhindert werden.

Wie kann bei der jetzigen Infektionslage noch Unterricht stattfinden? Diese Frage wird gerade heftig diskutiert. Selbst wenn in den Klassenräumen alle Fenster geöffnet sind und die Hygienerichtlinien eingehalten werden, ist das Problem nicht gelöst. Denn was vor und nach der Schule, vor allem in überfüllten Bussen und Bahnen, passiert, ist schwer überschaubar. Deshalb wird jetzt in Duisburg über Alternativen gesprochen. Zum Beispiel ein zeitlich versetzter Start des Unterrichts.

Zeitversetzter Unterrichtsbeginn

Am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Duisburg-Marxloh werden knapp 900 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Damit es auf den Fluren und an den Eingängen gerade morgens nicht zu viel Gedränge gibt, starten die Klassen schon seit den Sommerferien zu unterschiedlichen Zeiten: Die Fünft- und Sechstklässler um 8 Uhr, die Mittelstufe um 8:10 Uhr und die Oberstufe um 8:20 Uhr.

Der zeitversetzte Unterricht gilt bislang nur an wenigen Schulen. Die Stadt Duisburg würde ihn gerne flächendeckend einführen. Auch viele Eltern sind der Meinung, dass sich an den Schulen etwas tun muss.

Solinger Modell "grundsätzlich gut"

Eigentlich wollte die Stadt Duisburg sogar noch einen Schritt weiter gehen. Schülerinnen und Schüler sollten in Gruppen unterteilt und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden. So hatte es die Stadt Solingen vor, doch das Schulministerium lehnte dies ab. Am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium findet man das Solinger Modell grundsätzlich gut, nur sei eben nicht geklärt, wie die Lehrkräfte die Mehrarbeit überhaupt leisten sollen.

Neben den unterschiedlichen Startzeiten halten sich die Jahrgangsstufen auch auf dem Schulhof in unterschiedlichen Bereichen auf und werden nach den Pausen nacheinander in die Klassen geführt. All das, um eine Situation wie im ersten Lockdown zu verhindern.

Am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium gibt es derzeit 13 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte, die positiv auf das Virus getestet wurden. Viele weitere sind deshalb in Quarantäne und werden online unterrichtet. Zahlen, die deutlich machen: Viel Zeit, um geeignete Maßnahmen zu erarbeiten, bleibt nicht.

Stand: 09.11.2020, 20:13