Hackerangriff auf Düsseldorfer Uniklinik: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt

Außenansicht der Uniklinik Düsseldorf

Hackerangriff auf Düsseldorfer Uniklinik: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt

Nach dem Hackerangriff auf die Düsseldorfer Uniklinik ermittelt die Staatsanwaltschaft in Köln nicht weiter wegen fahrlässiger Tötung. Die schwierige Suche nach den Hackern geht jedoch weiter.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte, weil eine Frau wegen der entstandenen IT-Probleme am UKD in ein Krankenhaus in Wuppertal gebracht worden ist. Dort verstarb die Patientin.

Laut Staatsanwaltschaft sei es wahrscheinlich, dass die Frau auch gestorben wäre, wenn sie in die näher gelegene Uniklinik gekommen wäre. Die Staatsanwaltschaft bezieht sich dabei auf das Obduktionsergebnis. Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung liegt damit nicht mehr vor.

Hackerangriff auf Düsseldorfer Uniklinik: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt

00:42 Min. Verfügbar bis 13.11.2021


Spur nach Russland - oder falsche Fährte?

Unterdessen haben die Ermittler bei der Suche nach den Hackern mehrere Länder um Informationsaustausch gebeten. Sie sagen, dass die eingesetzte Software zwar ein Hinweis auf Täter in Russland sein könnte. Denkbar sei aber auch, dass die Täter falsche Fährten gelegt haben.

Der IT-Angriff hatte die Computersysteme der Düsseldorfer Uniklinik Mitte September mehr als eine Woche lahm gelegt. Operationen mussten verschoben werden, das Notfallzentrum war mehrere Tage nicht funktionsfähig und konnte von Rettungswagen nicht angefahren werden.

Stand: 13.11.2020, 11:20