Ein Drohbrief an eine Dortmunder Moschee mit verschiedenen Bildern, Hakenkreuzen und der Unterschrift NSU 2.0

Dortmunder Moscheegemeinde erhält NSU 2.0-Drohbrief

Stand: 14.04.2022, 19:15 Uhr

Unbekannte haben einer Moscheegemeinde in Dortmund einen Drohbrief geschickt. Das Schreiben ist mit Hakenkreuzen und dem Kürzel NSU 2.0 unterzeichnet.

Der Drohbrief bezieht sich also auf die rechtsextremistische Terrorgruppe NSU, die insgesamt zehn Menschen ermordet hat. Die Polizei nimmt das Schreiben sehr ernst und ermittelt.

Dritter Vorfall in kurzer Zeit

Seit Donnerstag sei eine Beamtin in ständigem Kontakt mit der Moscheegemeinde, sagt ein Sprecher der Dortmunder Polizei. Erst im Februar hatten Unbekannte die selbe Moschee mit einem Hakenkreuz beschmiert.

Der Dortmunder Landtagsabgeordnete Volkan Baran von der SPD verurteilt den Drohbrief scharf. Er wünscht sich jetzt mehr Schutz für Moscheen in NRW. Drohschreiben mit dem Kürzel NSU 2.0 waren bereits zwischen 2018 und 2021 an Politiker, Rechtsanwälte und verschiedene Einrichtungen geschickt worden.

Darüber berichtet der WDR heute in den Radio-Nachrichten.