Drogenlabor in Marl ausgehoben

Ampullen, Verpackungen usw. aus einem ausgehobenen Drogenlabor in Marl

Drogenlabor in Marl ausgehoben

  • Zollfahnder landen Erfolg
  • 38-Jähriger soll Dopingmittel hergestellt haben
  • Getarnt als Backmischungen oder Puddingpulver

Zollfahnder haben in Marl ein Drogenlabor ausgehoben. Ein 38-Jähriger soll dort Dopingmittel hergestellt haben. Auch die Mutter des Verdächtigen steht im Fokus der Ermittler.

Komplettes Untergrundlabor

Die Essener Zollfahnder waren in der Wohnung des Mannes auf ein komplettes Untergrundlabor gestoßen - inklusive Equipment zum Abfüllen und Verpacken von Steroiden. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte der 38-Jährige mindestens in einem Fall die Wirkstoffe für die Steroide in Hongkong bestellt.

Getarnt als Backmischungen oder Puddingpulver hat er sie an seine Mutter in Herten liefern lassen. Bei ihr fanden die Zollfahnder aber nicht nur die Wirkstoffe, sondern auch rund 500 verkaufsfertige Dopingampullen.

Verkaufswert von 13.000 Euro

"Allein aus der sichergestellten Paketsendung mit 1,5 Kilogramm Wirkstoffen hätten sich erfahrungsgemäß über 780 Ampullen á 10 Milliliter Dopingmittel mit einem geschätzten Verkaufswert von fast 13.000 Euro herstellen lassen", so Heike Sennewald, Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Essen.

Das führt nun die weiteren Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main.

Stand: 17.10.2019, 13:27