Dortmunder Klinikum ist Vorreiter mit neuer Schmerzdiagnostik

Dortmunder Klinikum ist Vorreiter mit neuer Schmerzdiagnostik

  • Bild-Karten helfen Patienten bei Schmerzbeschreibung
  • 34 verschiedene und abstrakte Symbolbilder
  • Dortmunder Klinikum mit der Diagnostik Vorreiter in NRW

Mit 34 unterschiedlichen Karten können Schmerzpatienten am Klinikum Dortmund ihr Leiden verbildlichen. Die abstrakten und surrealen Symbolbilder sollen verschiedene Arten von Schmerzen beschreiben, die Patienten schlecht mit Sprache ausdrücken können.

Da Schmerzen kaum messbar sind und von jedem Menschen anders wahrgenommen werden, soll die neue Bilder-Diagnostik dem Arzt Hinweise auf die Ursache geben. Die Karten, die zwei Schweizer Designerinnen entwickelt haben, können auch oftmals auf ungeahnte Spuren bei der Suche nach der Schmerzursache führen. "Wir versuchen mit diesen Karten eine bessere Kommunikationsebene zu schaffen, damit wir die Therapie darauf anpassen können und der Patient mehr teilhaben kann.", erklärt Carsten Meyer, Leiter der Schmerzklinik Dortmund.

Patienten fühlen sich wahrgenommen

Über die 34 Bilder kommt Heike Strohmeyer-Kirsch, Krankenschwester am Dortmunder Klinikum mit dem Schwerpunkt Schmerz, mit den Patienten ins Gespräch. "Manche Patienten haben schon angefangen bitterlich zu weinen, weil sie das Gefühl hatten, sie haben das erste Mal ihren eigenen Schmerz gesehen", sagt Strohmeyer-Kirsch.

Patientin Alexa Klaasen nutzt die neue Diagnosemethode in Dortmund nach einem Bandscheibenvorfall. Trotz OP hat sie noch regelmäßig Beschwerden. "Die Masse an Karten kann zunächst verwirrend sein, aber dann sieht man doch ganz gezielt Bilder, mit denen man den Schmerz besser erklären kann", resümiert die 36-Jährige ihre Erfahrungen mit der Methode.

Stand: 13.12.2017, 11:27