Stadt Dortmund will gendergerechte Sprache einführen

Dortmunds Behörden wollen gendergerechte Sprache 02:39 Min. Verfügbar bis 03.04.2020

Stadt Dortmund will gendergerechte Sprache einführen

  • Stadtverwaltung will drittes Geschlecht einführen
  • Dortmund will eigene Richtlinien erarbeiten
  • Kritik vom "Verein Deutsche Sprache"

Bei "Sehr geehrte Damen und Herren" fehlt noch etwas, doch was spricht stattdessen alle Menschen an? Die Dortmunder Verwaltung ringt nach den richtigen Worten.

Sie will das dritte Geschlecht einführen und damit ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts anwenden.

Bis Frühjahr 2020 sollen behördliche Formulierungen kein Geschlecht mehr ausschließen. Doch wie macht man es allen recht? Ist der sogenannte "Gender-Star" das richtige Mittel, wie bei "Lehrer*innen" oder besser "Lehrende"?

Individuelle Lösung

Dortmund will jetzt individuelle Richtlinien erarbeiten. Das Gleichstellungsbüro und die Koordinierungsstelle für Schwule, Lesben und Transidente sind noch in der Findungsphase.

Bestehende Modelle anderer Städte sind da Vorbilder, doch Dortmund will einen eigenen Weg gehen. Dafür werden gerade viele Gespräche geführt, besonders mit trans- und intersexuellen Menschen. 

Kritik vom "Verein Deutsche Sprache"

Der "Verein Deutsche Sprache" aus Dortmund, hält das für "Unsinn". So werde die Sprache zu sehr verkompliziert, ist ein Argument.

Außerdem gebe es zwischen dem grammatischen und dem biologischen Geschlecht eben Unterschiede in der Sprachwissenschaft, so Jeanette Zangs vom "Verein Deutsche Sprache".

Stand: 02.04.2019, 08:23

Kommentare zum Thema

19 Kommentare

  • 19 René 03.04.2019, 23:16 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 18 Frank 03.04.2019, 17:59 Uhr

    Die Behauptung der Moderatin, alle Frauen, also "50% der Bevölkerung" fühlten sich durch die deutsche Sprache diskriminiert, ist typisch für den Öffentlich Rechtlichen "Journalismus". Ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit wird drauflos agitiert. Kein Wunder, dass die Menschen (auch die Frauen) sich nur noch abwenden.

  • 17 B. Hinzmann 03.04.2019, 16:12 Uhr

    Hat Deutschland keine anderen Probleme, wie Kindergärten, vernünftige Schulen, Pflegeberufe fördern, usw. oder die Alters Armut obwohl viele ihr Leben lang hart gearbeitet haben und ihre Knochen kaputt malocht haben.

  • 16 Mario Nette 03.04.2019, 09:35 Uhr

    Unfassbar!!! Durchgeknallt bis in die Haarspitzen, das ist Deutschland heute! Kein Wunder, ist doch der Intelligenzquotient seit über 20 Jahren stark rückläufig und liegt inzwischen in Höhe der normalen Körpertemperatur!

  • 15 Lol 02.04.2019, 22:49 Uhr

    Deutschland einig ...land??? Wie nennen wir es nun? Wird die Ballade von Goethe nun "ErlkönigIn" heißen? Gibt's da aber nicht Probleme mit dem Urheberrecht? Wie wird das eigentlich dann in Religionen gehandhabt?GottIn? Schon die Amtsbezeichnung Bundeskanzlerin ist falsch, bei der Armee gibt's auch keine Oberfeldwebelin... So ein sprachlichen Irrsinn bringe ich meinen Kindern nicht bei. Gebt dieses Geld sinnvoll aus, z.b. die Erforschung einer sauberen und nachhaltigen Energiequelle... Wenn alles geschlechtslos sein soll dann dürfen beim Sport auch keine Unterschiede mehr gemacht werden. Frauenquote im Bau oder Stahlbau muss dann auch sein, .... Das wird doch langsam alles schwachsinnig.

  • 14 Peter Siebert 02.04.2019, 20:26 Uhr

    Herr Sierau sollte mit seiner Frau mal einen Abendspaziergang rund um den Nordmarkt machen - das sind Probleme. Und mit dem Rad mal in die Vororte, aber nur mit Helm, falls bei den Schlaglöchern jemand stürzt. Unfassbar welche Baustellen aufgemacht werden um von den wirklichen Problemen abzulenken.

  • 13 Andreas Burchardt 02.04.2019, 18:32 Uhr

    "m/w/d", so ist es heute bereits in vielen Ausschreibungen zu Arbeitsstellenangeboten zu lesen und offensichtlich hat man auch wieder einmal nicht bis zu Ende gedacht. Wichtig scheint in der heutigen Gesellschaft das Unwichtigste salonfähig zu machen. Dabei geht es mit Sicherheit nur ganz am Rande um die Interessen Derer, die nicht genau wissen, ob sie Männleich oder Weiblein sind, oder um Die, welche sich zeitlebens die Option offen lassen möchten, sich irgend wann einmal zu entscheiden, oder Diejenigen, welche Beides gleichzeitig oder eben gar keins von Beiden sein möchten. Mir fällt es sehr schwer, bei dem Thema ernst zu bleiben, zumal es durchaus brennender Themen gibt, als "Herrn Müller" den Status "Frau" zuzugestehen oder vielleicht doch lieber Mannfrau oder Fraumann sagen zu dürfen. Vielleicht ließe sich das ganze mit der Umstellung der Zeit von Sommer auf Winter verknüpfen, im Sommer Fraumann und im Winter Mannfrau oder wir schaffen gleich Frau und Mann ab?

  • 12 Marina Müller 02.04.2019, 17:40 Uhr

    Ausgewiesene Rechtspopulist_innen dürfen jetzt im Namen der deutschen Sprache im Radio sprechen und ihren frauenfeindlichen Müll verbreiten. "Das war schon immer so." "Das haben wir nicht nötig." Und weitere Phrasen bedeuten eine Absage an Gleichstellung und Frauenrechte. Danke für nichts!

  • 11 Andreas Petschulat 02.04.2019, 15:08 Uhr

    Solange wir solche Probleme im Land haben, kann es uns doch nicht schlecht gehen. Da scheinen einige Leute zu viel Zeit in ihrem Job zu haben um sich mit solch einem Unsinn zu beschäftigen

  • 10 Selberdenker 02.04.2019, 14:15 Uhr

    Lehrende statt Lehrer, Studierende statt Studentinnen? Was sind Kinder in der Schule? "Zuschulende"? Nicht vergessen: Wenn eine Straftat stattgefunden hat und (noch) niemand weiß wer es gewesen ist, erwarte ich natürlich "Tatausführende" statt "Täter". Alternativ sei noch "Tatausübende" gestattet.

  • 9 Boris Przyrowski 02.04.2019, 14:10 Uhr

    Mittlerweile ist es nicht mehr nachzuvollziehen, mit welch wahnsinnig wichtigen Themen sich hochdotiertes Personal in unseren Verwaltungen beschäftigt. Interessanterweise vor allem in Institutionen, die sich nicht um das Geld kümmern müssen, das sie für solches Tun benötigen. Das kommt nämlich über Gebühren- und Steuer-bescheide ganz von allein ´rein.

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