Dortmund: Polizei weitet Video-Beobachtung aus

[ARCHVIV] Videoüberwachung der Polizei Essen am Rheinischer Platz in der nördlichen Innenstadt, 10.01.2017

Dortmund: Polizei weitet Video-Beobachtung aus

  • Zwei weitere Bereiche werden überwacht
  • Gegen rechten Angstraum und Drogenhandel
  • Überwachung in Brückstraße verlängert

Die Polizei weitet die Video-Beobachtung in Dortmund aus. Künftig soll auch eine Straße beobachtet werden, die Rechtsextreme als "Nazi-Kiez" für sich reklamieren wollen. Das hat Polizeipräsident Gregor Lange am Dienstag (21.01.2020) mitgeteilt.

Monatelange Prüfung

Die Video-Beobachtung in der Emscherstraße im Stadtteil Dorstfeld solle die Gegend für Andersdenkende sicherer machen, sagte Lange. "Einen derartigen Angstraum darf es in unserer Stadt nicht geben. Wir bekämpfen rechtsextremistische Straftäter und Störer mit der konsequenten Durchsetzung des demokratischen Rechts."

Die Polizei hatte diese Maßnahme monatelang geprüft. Die Kameras werden laufend von Beamten kontrolliert. Aufgezeichnet wird nur, sobald der Verdacht einer Straftat besteht.

Gegen Drogenhandel in der Nordstadt

Das gilt auch für die Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt: ein lebhaftes Geschäftsviertel, in dem es viele Einkaufsmöglichkeiten aber auch Cafés, Bars und Restaurants gibt. Drogenhandel und Straftaten seien hier nicht nur der Polizei, sondern auch Anwohnern und Geschäftstreibenden ein Dorn im Auge, so die Polizei.

Überwachung in der City geht weiter

Seit 2016 praktiziert die Polizei die Video-Beobachtung schon in der Brückstraße in der City. In diesem Ausgehviertel kommen die Kameras vor allem abends am Wochenende zum Einsatz. Dieser Einsatz wird jetzt verlängert. "Sowohl die Gesamtzahl der Einsätze als auch die der Delikte sind rückläufig", sagte Polizeipräsident Lange. Es gebe auch immer weniger Polizeieinsätze, die durch die Video-Beobachtung ausgelöst würden.

Stand: 22.01.2020, 08:52