Fußballmuseum: Dortmund plant Verlustausgleich ein

Das Fußballmuseum in Dortmund in der Außenansicht

Fußballmuseum: Dortmund plant Verlustausgleich ein

Von Peter Lautsch

  • 150.000 Euro Verlustübernahme
  • Oberbürgermeister: rein "vorsorglich"
  • Grüne: Finanzen sind undurchsichtig

Obwohl das Fußballmuseum angeblich schwarze Zahlen schreibt, hat die Stadt Dortmund im Haushalt 150.000 Euro für eventuelle Verluste eingeplant. Das Geld sei aber im Wesentlichen das Gehalt des neuen Geschäftsführers, hieß es am Donnerstag (21.03.2019) im Finanzausschuss.

Der frühere Geschäftsführer war direkt von der Stadt bezahlt worden, weil er dort angestellt war. Der neue Geschäftsführer war vorher kaufmännischer Leiter des Museums, deswegen bezahlt das Museum sein Gehalt. Dafür bekommt es aber einen Zuschuss von der Stadt. Insofern seien die 150.000 Euro nur eine "andere Zahlungsabwicklung", sagte die Stadt dem WDR.

Fragen im Finanzausschuss

Bekannt geworden ist die Summe durch die Bezirksregierung. Sie hatte den Haushalt genehmigt und mit einer Anmerkung versehen: "Erstmals wurde im Haushalt 2019 eine jährliche Verlustübernahme in Höhe von 150.000 Euro an das DFB-Fußballmuseum berücksichtigt."

Jetzt haben die Grünen nachgefragt. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau erklärt: "Vorsorglich wurde ein vermeintlicher Verlustausgleich in den Haushalt der Stadt Dortmund eingestellt."

Mehr Transparenz gefordert

Was nun? Verlustausgleich oder andere Zahlungsabwicklung? Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der Grünen, fordert mehr Transparenz: "Welche Summen von städtischer Seite tatsächlich an das Fußballmuseum fließen, ist auf einen Blick nicht ersichtlich."

"Hall of Fame" des deutschen Fußballs

Sportschau 22.11.2018 02:24 Min. ARD

Stand: 21.03.2019, 17:56