3.500 Mitarbeiter müssen Stadt Dortmund Impfstatus mitteilen

Handy zeigt Digitalen Impfpass daneben normaler Impfpass

3.500 Mitarbeiter müssen Stadt Dortmund Impfstatus mitteilen

Das betrifft Mitarbeiter in Kitas, Schulen oder beim Rettungsdienst. Wer die Auskunft verweigert, muss mit harten Konsequenzen rechnen.

Die Mitarbeitenden im Bildungs- und Gesundheitsbereich sind mittlerweile gesetzlich dazu verpflichtet, ihrem Arbeitgeber den Impfstatus mitzuteilen. Die Stadt Dortmund fragt noch bis Ende Oktober den Impfstatus der betroffenen Angestellten ab.

Unterstützung vom Personalrat

Das sind etwa 3.500 Menschen. Wer sich weigert, seinen Impfstatus zu nennen, kann abgemahnt oder sogar freigestellt werden – und das ohne Bezahlung, erklärt Christian Uhr, Personaldezernent der Stadt.

Der Personalrat unterstützt die Stadt. Die Regelung sei absolut sinnvoll und würde Menschen schützen. Trotzdem will der Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Steinmetz ganz genau hinsehen:

Keine Impfpflicht durch die Hintertür

"Wir lehnen eine Impflicht ab, auch eine Impfpflicht durch die Hintertür. Allerdings muss man hier feststellen, dass der Gesetzgeber Anfang September eine Regelung geschaffen hat für bestimmte Bereiche wie Kitas und Pflegeheime, diese Auskunftspflicht gesetzlich zu regeln. Und mit der müssen wir jetzt umgehen."

Und städtische Mitarbeiter, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können? Da hat Personaldezernent Christian Uhr eine klare Antwort:

"Die Beschäftigten, die aus medizinischen Gründen nachweisen, dass sie nicht geimpft werden dürfen, sind selbstverständlich davon ausgenommen. Das ist gar kein Frage."

Dortmund fragt als einzige Stadt im Ruhrgebiet

Bislang ist Dortmund die einzig Stadt im Ruhrgebiet, die aktiv nach dem Impfstatus ihrer Mitarbeiter fragt. Wie sie das umsetzt, dafür interessieren sich jetzt aber auch andere Städte.

Stand: 14.10.2021, 17:38