Ermittlungen beendet: Sturz von Dortmunder Kran war Unfall

Die Baustelle in Dortmund, wo ein Mann beim Klettern auf einem Baukran abstürzte.

Ermittlungen beendet: Sturz von Dortmunder Kran war Unfall

  • Nächtliche Klettertour von zwei Männern auf einem Baukran
  • Polizei vermutet Mutprobe unter Alkoholeinfluss
  • Begleiter des Abgestürzten schafft Abstieg selbstständig

In Dortmund ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag (22.07.2018) ein Mann (34) beim Sturz von einem Baukran gestorben. Der Mann aus Hamminkeln war zusammen mit einem 36-jährigen Begleiter auf den Kran geklettert.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu dem Fall jetzt abgeschlossen. Demnach war der Absturz aus 30 Metern Höhe ein Unfall. Laut Polizei steht fest, "dass sich die beiden Männer unter deutlichem Alkoholeinfluss einer besonderen Mutprobe stellen wollten".

Ungesichert in 30 Metern Höhe

Die beiden Männer seien über einen Bauzaun geklettert, der die Baustelle sichert. Außerdem gebe es Schilder mit Warnhinweisen. Beides hätten die Männer in ihrem Zustand nicht beachtet.

Als die von einem Zeugen benachrichtigten Polizeibeamten vor Ort eintrafen, hätten die beiden Männer gerade versucht, völlig ungesichert auf die etwa 30 Meter hohe Querstrebe des Kranes zu gelangen. Die Kletterer seien aufgefordert worden, an einer sicheren Stelle auf die Feuerwehr zu warten. Das hätten sie aber nicht getan.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Mann stürzte vor Augen der Retter

Noch ehe die alarmierte Feuerwehr Rettungsmaßnahmen einleiten konnte, sei der 34-Jährige in die Tiefe gestürzt. Der Notarzt habe wenig später nur noch seinen Tod feststellen können. Der Begleiter des Abgestürzten stieg nach Polizeiangaben selbstständig vom Baukran hinunter.

Stand: 23.07.2018, 11:58

Weitere Themen