"Donut": Gefährliche Automanöver auf Kreuzungen in NRW

"Donut": Gefährliche Automanöver auf Kreuzungen in NRW

  • Auto schleuderte um einen Kreisverkehr
  • Ermittlung: Gefährlicher Eingriff in Straßenverkehr
  • Mehrere Fälle in NRW

Am Samstag (30.03.2019) drehte ein junger Fahrer in Oer-Erkenschwick einen sogenannten "Donut": Ein gefährliches Automanöver, bei dem der Wagen mit den Hinterreifen um einen Kreisel herumschleudert. Gegen den 24-Jährigen wird wegen Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Den BMW hat die Polizei beschlagnahmt. Es ist nicht der erste Fall in NRW.  

Fahrer gehörte zu einer Hochzeitsgesellschaft

Die Reifenspuren dokumentieren noch am Dienstag (02.04.2019) die Pirouetten, die der 3er BMW gedreht hat. Dazu gab es ein Hupkonzert und jede Menge Qualm vom Reifenabrieb. Der Mann kam offenbar gerade von einer türkischen Hochzeit und blockierte mit seinem Manöver minutenlang die Kreuzung.

Ähnliche Automanöver auf der A3 bei Ratingen und in Essen

Einen ähnlichen Vorfall gab es vor kurzem auf der A3 bei Ratingen. Zwei Porsche und ein Audi hatten die ganze Autobahn blockiert. Auch sie waren Teil einer Hochzeitsgesellschaft. Ein vierter Wagen setzte sich davor und drehte mit qualmenden Reifen auf der blockierten Autobahn einen "Donut". Nur mit Verstärkung konnte die Düsseldorfer Polizei die Situation wieder unter Kontrolle bringen.

Geld- und Haftstrafen für "Donuts" möglich

Einen "Donut" drehen kann teuer werden: Der Führerschein ist bis zu neun Monaten weg und ein bis zwei Monatsgehälter kann es auch kosten, sagt Rechtsanwalt Arndt Kempgens.

Wenn sich die Fahrer dann auch noch ein illegales Rennen liefern, wie bei einer libanesischen Hochzeit in Essen, drohen Haftstrafen von bis zu zwei Jahren.

Stand: 02.04.2019, 17:59