Nach Hundebiss in Mülheim: Halter flüchtet

Das Bild zeigt einen Dobermann im Portrait.

Nach Hundebiss in Mülheim: Halter flüchtet

Von Dirk Groß-Langenhoff

  • 13-Jährige trägt mehrere Bisswunden davon
  • Hundehalter ergreift zunächst die Flucht
  • später stellt er sich der Polizei

Ein Hundehalter, dessen Dobermann vergangenen Freitag (31.05.2019) ein 13-jähriges Mädchen auf einem Spielplatz in Dümpten angegriffen hatte, war zunächst vom Tatort geflohen. Inzwischen hat er sich der Polizei gestellt. Das Tier biss das Mädchen mehrfach in den Rücken und ins Bein.

Mädchen erlitt Bissverletzungen

Das Mädchen hatte gerade mit ihrer Schwester an der Seilbahn gespielt, als der Dobermann sie angriff und ihr schwere Bisswunden zufügte. Der Halter, der in einer Gruppe von etwa sechs Personen unterwegs war, rief den Hund zwar zurück, kümmerte sich jedoch nicht um das verletzte Mädchen und verließ den Spielplatz mit seinen Begleitern. Einer von ihnen soll noch gesagt haben, dass ja nichts passiert sei und der Hund niemandem etwas tue.

Die Verletzungen des Mädchens mussten ärztlich versorgt werden. Erst Tage später, am Dienstag (04.06.2019), stellte sich der Hundehalter der Polizei. Er muss sich jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Das Gesetz sieht dafür eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zusätzlich kann das Opfer vor Gericht Schmerzensgeld einfordern. Für den Hund hat die Stadt mit sofortiger Wirkung eine Leinen- und Maulkorbpflicht erlassen.

Stand: 04.06.2019, 09:52