Discobetreiber scheitert mit Klage gegen PCR-Testpflicht

Der Disko-Betreiber vor einer Wand mit dem Schriftzug Capitol

Discobetreiber scheitert mit Klage gegen PCR-Testpflicht

Der Betreiber wollte die PCR-Testpflicht in ganz NRW kippen: Sie benachteilige Discos. Das OVG Münster lehnt seinen Antrag ab.

Hagener Discobetreiber Mike Henning findet es unfair, dass in Restaurants oder Sporthallen ein Schnelltest ausreicht, in Clubs aber nicht. Auch damit hatte er seinen Eilantrag gegen die PCR-Testpflicht begründet.

Wegen der Pflicht würden ihm rund 30 Prozent der Gäste wegbrechen, sagte sein Anwalt. Ein PCR-Test sei für viele Partygänger schlicht zu teuer, sie blieben deswegen lieber zu Hause.

PCR-Tests zuverlässiger als Schnelltests

Das Oberverwaltungsgericht Münster sieht das anders: In einer Discothek sei die Ansteckungsgefahr besonders hoch, denn dort würde getanzt, laut geredet und oft kein Mindestabstand gehalten.

Die PCR-Tests seien zuverlässiger als Schnelltests. Daher sei es rechtmäßig, dass für einen Club eine PCR-Testpflicht gilt, für andere Events wie Konzerte aber nicht, begründete das Gericht seine Eilentscheidung gegen Hennings Antrag.

Stand: 10.09.2021, 19:13