100 Jahre Regionalverband Ruhr

Das Ruhrparlament, die Verbandsversammlung des Regionalverband Ruhr

100 Jahre Regionalverband Ruhr

Von Denise Friese

  • Jubiläum beim RVR
  • Aufgaben vielfältig
  • Bürger wählen zum ersten Mal das Parlament

Der Regionalverband blickt auf ein besonderes Jahr. Am 5. Mai feiert er das 100-jährige Bestehen. Im September wählen die Menschen im Ruhrgebiet zum ersten Mal das Ruhrparlament direkt.

Wie setzt sich das Ruhrparlament zusammen?

Der Regionalverband Ruhr (RVR) vertritt die 53 Kommunen: vier Kreise und elf Städte mit über fünf Millionen Einwohnern. Bislang entsenden alle Kommunen ihre Vertreter in die Verbandsversammlung, die auch Ruhrparlament genannt wird. Darüber hinaus sind auch alle Stadtoberhäupter und Landräte stimmberechtigt.

Was sind die Aufgaben des RVR?

Der RVR sieht sich als Netzwerk, Impulsgeber und Dienstleister für das Ruhrgebiet. Der gesetzliche Auftrag sieht "das Wohl der Metropole Ruhr" im Fokus. Das Ruhrgebiet soll als Ganzes agieren und vermarktet werden. Die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr kümmert sich deshalb zum Beispiel um alle wichtigen Aspekte wie Gewerbeflächen oder das Marketing bei möglichen Investoren. Der RVR kümmert sich auch um Grünflächen und Freizeitangebote wie die Route der Industriekultur. Mit einer gemeinsamen Regionalplanung sollen Projekte über die Stadtgrenzen hinaus besser koordiniert werden.

Wie läuft die direkte Wahl des Ruhrparlaments?

Die Wahl des Ruhrparlaments findet am 13. September 2020 zeitgleich mit der Kommunalwahl statt. Die Wählerinnen und Wähler erhalten dazu einen gesonderten Stimmzettel mit den Kandidaten aus ihrer Stadt. Parteien und Wählergemeinschaften können derzeit die Listen für ihre Kandidaten einreichen. Einzelpersonen können nicht zur Wahl antreten.

Das RVR-Gesetz sieht vor, dass die Verbandsversammlung künftig kleiner wird. Statt 136 Mitgliedern sollen dann 91 Politiker im Ruhrparlament sitzen.

Stand: 22.01.2020, 13:10