Dortmund: Dieselfahrerin gewinnt vor Gericht

Abgase aus Autoauspuff

Dortmund: Dieselfahrerin gewinnt vor Gericht

  • Besitzerin kann VW-"Schummeldiesel" zurückgeben
  • Sie bekommt den größten Teil des Kaufpreises zurück
  • Anwalt rechnet mit Wirkung bei Musterfeststellungsklage

Das Landgericht Dortmund hat den VW-Konzern am 20.11.2018 verurteilt, einen "Schummeldiesel" zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten (Az.: 2 O 22/18). Von den knapp 22.000 Euro, die sie 2012 für ihren VW Passat Variant 2.0l TDI bezahlt hatte, erhält die Klägerin mehr als 14.000 Euro plus Zinsen zurück. Das erklärte ihr Anwalt Professor Rogert am Freitag (23.11.2018) dem WDR.

Richter: "Keine Information über illegale Abschalteinrichtung"

Die Vorstandsmitglieder bei VW hätten die Frau über die Existenz einer illegalen Abschalteinrichtung getäuscht, befand das Gericht. Der Wagen hielt laut Herstellerinformation eine bestimmte Schadstoff-Klasse ein. Darüber, dass er das nicht tat, beziehungsweise nur mithilfe der illegalen Software, hätte der potentielle Käufer informiert werden müssen.

Anwalt: "Andere Betroffene sollten auch klagen"

Solche Urteile würden anderen Betroffenen Mut machen, ebenfalls eine Klage gegen Volkswagen anzustrengen, sagte der auf den Abgasskandal spezialisierte Anwalt Marco Rogert: "Auch bei der Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen können diese Argumente wohl nicht übergangen werden."

Stand: 23.11.2018, 17:47

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