Protest gegen geplante Deponie in Ennepetal

Protest gegen geplante Deponie in Ennepetal

Von Marc Sense

  • Metallwerke wollen Deponie für Bauschutt erweitern
  • Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit
  • Initiative sammelt Unterschriften

In Ennepetal soll eine Deponie für Bauschutt im Tal oberhalb der Ennepe erweitert werden. Die Bezirksregierung Arnsberg hat dafür ein Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewählt. Eine Bürgerinitiative protestiert dagegen und sammelt Unterschriften. Am Freitag (31.08.2018) will sie vor Ort informieren.

Metallwerke planen Deponie für Bauschutt

Die Siegfried Jacob Metallwerke wollen eine schon bestehende Lagerstätte vergrößern. Eine halbe Million Kubikmeter Bauschutt und Erdaushub sollen abgekippt, befestigt und danach begrünt werden. Das Unternehmen wird am Samstag (01.09.2018) sein Vorhaben in Ennepetal öffentlich vorstellen.

Bürgerinitiative will Deponie verhindern

Geplante Deponiefläche im Tal oberhalb der Ennepe

Gefällte Bäume auf der geplanten Deponiefläche

Die Mitglieder einer Bürgerinitiative befürchten eine Verschandelung der Natur, Lärm und Dreck. Vor allem sind sie wütend über das Genehmigungsverfahren, das bisher weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft. Sie wollen die Deponie verhindern.

Bezirksregierung sieht keine Probleme

Die Bezirksregierung in Arnsberg hat ein beschleunigtes Verfahren gewählt. Denn die Behörde sieht keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Umwelt. Selbst die Stadt Ennepetal durfte bisher nur Stellung beziehen, hat aber keinen Einfluss auf die Entscheidung.

Die Bezirksregierung betont aber, dass noch keine Entscheidung gefallen ist, ob die Erweiterung genehmigt wird. Es gebe auch noch keinen Termin, wann diese Entscheidung fällt.

Stand: 30.08.2018, 06:00