"Das Leben des Brian" darf nicht an Karfreitag gezeigt werden

Das Leben des Brian

"Das Leben des Brian" darf nicht an Karfreitag gezeigt werden

  • Bochumer Initiative "Religionsfrei im Revier" muss Bußgeld zahlen
  • Sie hatten den Film "Das Leben des Brian" an Karfreitagen gezeigt
  • Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch (06.12.2017) entschieden

Der jahrelange Rechtsstreit um eine Aufführung der Filmsatire "Das Leben des Brian" ist beendet. Eine Initiative namens "Religionsfrei im Revier" hatte den Film mehrfach ohne Genehmigung an Karfreitagen gezeigt und muss jetzt 100 Euro Bußgeld bezahlen.

Initiative hätte Genehmigung beantragen können

Bis vor das Bundesverfassungsgericht waren die Bochumer Atheisten gezogen. Das entschied am Mittwoch (06.12.2017) gegen die Initiative. Die Bochumer fühlten sich von Kirche und Staat bevormundet, weil die öffentliche Vorführung der Monty Python-Satire in NRW am Karfreitag verboten ist.

Die Stadt verhängte ein Bußgeld, Amtsgericht und Oberlandesgericht gaben ihr Recht. Und auch am höchsten deutschen Gericht hatten die Filmfreunde kein Glück. Es hielt ihnen vor, sie hätten doch einfach eine Ausnahmegenehmigung beantragen können. Das hatten sie versäumt – und müssen jetzt bezahlen.

Film ist als "nicht feiertagsfrei" eingestuft

In dem Film wird Brian zum selben Zeitpunkt und am selben Ort wie Jesus geboren, später gegen seinen Willen als Messias verehrt und schließlich gekreuzigt. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat den Film als "nicht feiertagsfrei" eingestuft. Damit darf die Satire an Feiertagen wie Karfreitag nicht ohne weiteres gezeigt werden.

Stand: 07.12.2017, 07:54