Nordrhein-Westfalen sagt: "Danke Kumpel"

Nordrhein-Westfalen sagt: "Danke Kumpel"

Von Stefan Göke

  • Bergleute im Revier verabschiedet
  • Feste in Bottrop, Dinslaken, Essen, Ibbenbüren und Hamm
  • Dankes-Skulpturen enthüllt

Zur Diskussion über das Ende des Bergbaus

Mit großen Bürgerfesten sind am Samstag (03.11.2018) an fünf Zechenstandorten in NRW hunderte Bergleute verabschiedet worden. Mehr als 10.000 Menschen kamen nach Essen, Bottrop, Dinslaken, Hamm und Ibbenbüren, um die Kumpel zu feiern.

Allein an der Zeche Zollverein in Essen waren mehr als 2.500 Menschen. Sie versammelten sich auf dem Platz vor der Kohlenwäsche, wenige Meter entfernt vom berühmten Doppelbockturm, dem Wahrzeichen des Weltkulturerbes. Dort waren 1986 die Lichter ausgegangen. 32 Jahre später bedankte sich die Ruhrkohle AG bei den Bergleuten.

Jörg Werner bei einem Rundgang in der Zeche, die nun schließt.

Jörg Werner bei einem Rundgang in der Zeche, die nun schließt.

Auch Jörg Werner war in Essen. Bis 2010 war er Reviersteiger auf Prosper-Haniel in Bottrop. "Ich finde es angemessen, dass man sich bei uns bedankt, und das freut mich auch", sagte Werner. Immerhin hätten Kohle und Stahl wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf die Beine gekommen sei.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurde es emotional. Knappenvereine und Chöre waren da, das Steigerlied erklang, Fackeln wurden entzündet – und an allen Standorten gleichzeitig jeweils eine Skulptur enthüllt, auf denen unzählige Danksagungen zu lesen sind.

Ende des Jahres werden die letzten beiden NRW-Zechen in Bottrop und Ibbenbüren geschlossen. Dann ist der Steinkohlebergbau in Deutschland Geschichte.

Bergmann Zechel nimmt Abschied

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 03.11.2018 | 02:50 Min.

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Stand: 04.11.2018, 08:25

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