Corona-Wirrwarr auch in Kliniken: Das müssen Besucher beachten

Zwei Ärzte in Schutzanzügen und mit Schutzmasken in einem Patientenzimmer

Corona-Wirrwarr auch in Kliniken: Das müssen Besucher beachten

Von Jolien Wagner

In vielen Krankenhäusern gilt seit dieser Woche wieder ein Besucherstopp. Erst am Donnerstag hatte das Bergmannsheil nachgezogen. Einheitliche Bestimmungen gibt es im Ruhrgebiet aber noch nicht.

Die Coronalage in den Ruhrgebietsstädten ändert sich nahezu täglich. Immer mehr Regionen der Metropole Ruhr werden zum Risikogebiet erklärt. Darauf reagieren auch die Krankenhäuser.

Das Bergmannsheil in Bochum hat beispielsweise am Donnerstag wieder ein Besuchsverbot verhängt, das bis auf Weiteres gilt. Grund dafür ist die Corona-Neuinfektionsrate der Stadt Bochum. Sie hat seit Donnerstag den kritischen Wert von 50 erreicht.

Besuchsverbote in den meisten Krankenhäusern

Auch die Bochumer Augusta-Kliniken und die St. Elisabeth Gruppe haben wieder ein Besuchsverbot eingeführt. "Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern" heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe. Hier waren seit dem 29. Juni zunächst wieder Besuche unter Einschränkungen möglich.

Von dem erneuten Besucherstopp sind das St. Anna Hospital und das Marien Hospital in Herne, das Universitätsklinikum der RUB, das Marien Hospital in Witten, das Rheumazentrum Ruhrgebiet und das St. Marien Hospital in Eickel betroffen.

Kreis Recklinghausen ist sich einig

In Herne und Gelsenkirchen gilt mittlerweile in sämtlichen Krankenhäusern ein Besuchsverbot. Im Kreis Recklinghausen gibt es einheitliche Auflagen für alle Krankenhäuser. Diese wurden am Montag erneut verschärft.

Patienten, die länger als fünf Tage in den Krankenhäusern liegen, dürfen für eine halbe Stunde Besuch von einer Person erhalten, heißt es von Florian Bury vom Klinikum Vest.

Andere Kliniken halten an bewährten Methoden fest

In der Universitätsklinik in Essen hat sich seit Beginn der Pandemie beispielsweise nicht viel verändert. Durchgängig wurden dort Corona-Patienten behandelt. Deshalb wurden die Beschränkungen über den Sommer hinweg beibehalten.

"Wir werden auch weiterhin versuchen das Infektionsrisiko möglichst klein zu halten. Das hat mit unseren bisherigen Maßnahmen gut funktioniert, deshalb halten wir daran fest.", sagt Pressesprecher Burkhard Büscher.

Allgemein sollten sich Besucher von Patienten, oder Mitarbeitern vorab individuell informieren, welche Bestimmungen für das jeweilige Krankenhaus gelten, damit nichts schief gehen kann.

Corona: Tagebuch einer Klinik Verfügbar bis 08.04.2021 WDR Von Fritz Sprengart, Dirk Bitzer

Stand: 16.10.2020, 13:55