Bochumer Studierendenwohnheime werden Corona-Testlabor

Bild von Coronatest

Bochumer Studierendenwohnheime werden Corona-Testlabor

Studierende in mehreren Bochumer Wohnheimen testen sich ab sofort regelmäßig freiwillig auf Covid-19. Forscher untersuchen das Ansteckungsrisiko in solchen Einrichtungen.

Wie groß ist die Corona-Ansteckungsgefahr bei Menschen, die dicht an dicht wohnen? In sechs Bochumer Studierendenwohnheimen soll das jetzt untersucht werden. Die Wohnheim werden zu einer Art "Testlabor".

Test mit Rachen-Spülwasser

Studierende, die in den Wohnheimen leben, können sich ab Montag (02.11.2020) im Rahmen einer Studie freiwillig auf Covid-19 testen lassen. Die Tests sind Teil einer Studie des Universitätsklinikums.

In dieser Woche werden die Studierenden zunächst registriert. Es wird ihnen Blut abgenommen, das anschließend auf Antikörper untersucht wird. Die Coronatests sollen die Studierenden dann selbst zu Hause machen, mit einem Rachen-Spülwasser. Und zwar etwa alle vier Wochen.

Bislang noch keine Studie dieser Art

Christian Torres-Reyes , Facharzt am St. Josef Hospital in Bochum, begleitet die Studie: "Ziel der Studie ist es, mehr Klarheit in dieser Fragestellung zu bringen und zu beantworten, ob Studierende durch ihre Wohn- und Lebensweisen einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und als Überträger in dieser Pandemie eine Rolle spielen."

In solchen Wohnheimen werden Räume wie zum Beispiel Küchen auch gemeinschaftlich genutzt. Laut Torres-Reyes gebe es keine repräsentative Studie, die belegt, dass Studierende häufiger an Covid-19 erkranken. Die Bochumer Untersuchung ist Teil eines bundesweiten Forschungsprojekts.

Schnelltests: Wie können sie Risikogruppen schützen? Quarks – Corona in 5 Minuten Folge 15 20.10.2020 04:37 Min. UT DGS Verfügbar bis 20.10.2025 WDR

Stand: 02.11.2020, 08:18