Teure Knast-Comedy sorgt für Ärger in Bochum

JVA Bochum von außen

Teure Knast-Comedy sorgt für Ärger in Bochum

  • "RebellComedy"-Auftritt für 6.000 Euro
  • Gewerkschaft kritisiert das als zu teuer
  • NRW-Justizministerium verlangt Bericht der JVA

Eine Comedy-Show in der Justizvollzugsanstalt hat ein politisches Nachspiel. Anfang März waren zwei Mitglieder der Gruppe "RebellComedy" vor Gefangenen aufgetreten. 6.000 Euro habe der Spaß gekostet, kritisiert der Bund der Strafbediensteten BSBD am Donnerstag (26.04.2019). Dabei habe die Show nur eine Stunde gedauert.

Die Gewerkschaft kritisiert dies als viel zu teuer. Auch das NRW-Justizministerium verlangt Aufklärung. Angebote für Integration und Freizeit seien zwar wichtig für die Resozialisierung der Gefangenen, doch Gefängnisse müssten sparsam und wirtschaftlich mit Steuergeldern umgehen.

Justizministerium verlangt Aufklärung

Bis Ende April muss die JVA Bochum in einem Bericht die hohen Kosten begründen. Häufig treten Künstler in Vollzugsanstalten ehrenamtlich auf. Die Gruppe "RebellComedy" erlangte landesweite Bekanntheit durch eine eigene Fernsehsendung im WDR.

Stand: 26.04.2019, 08:12