Mülheim steht kopf: Chemie-Nobelpreisträger unter Jubel empfangen

Benjamin List freut sich über den Chemie-Nobelpreis

Mülheim steht kopf: Chemie-Nobelpreisträger unter Jubel empfangen

Von Dirk Groß-Langenhoff

Die Freude in der Stadt ist riesig. 170.000 Einwohner zählt die Stadt und einer davon hat jetzt den Chemie-Nobelpreis verliehen bekommen: Benjamin List. Wie ein Superstar wurde er empfangen.

Am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr knallen die Sektkorken. Der Nobelpreis für Chemie geht an Benjamin List – den Direktor des Instituts.

Bei Lists Rückkehr am Abend nach Mülheim bereiteten die Mitarbeiter und Doktoranden des Instituts ihrem Nobelpreisträger einen gebührenden Empfang mit Champagner und Blumen.

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Doktoranden sind aus dem Häuschen

Seine Doktoranden haben die Bekanntgabe der Gewinner in Stockholm per Video-Livestream verfolgt. Niemals hätten sie damit gerechnet, dass sie dabei den Namen ihres Doktorvaters hören werden.

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Mülheimer Oberbürgermeister würdigt die Leistungen von List

Der Mülheimer Oberbürgermeister Marc Buchholz hat den frischgebackenen Nobelpreisträger eingeladen, sich ins goldene Buch der Stadt einzutragen: "Es ist eine tolle Leistung für Mülheim und das Ruhrgebiet", sagte Buchholz.

Und auch die Mülheimer selbst feiern sich: "Das ist doch toll, dass einer von uns den Nobelpreis gewonnen hat", sagt eine Passantin. Sie freut sich darüber, dass Mülheim an der Ruhr jetzt überall in den Nachrichten erwähnt wird. Ein anderer Passant kennt sogar den Sohn von Benjamin List. "Der hat häufiger schon mal erwähnt, dass sein Vater ein Kandidat für den Nobelpreis ist", erzählt er. "Freut mich, dass es jetzt endlich geklappt hat."

Schon zum zweiten Mal: Mülheim kann Chemie-Nobelpreis

1963 hat übrigens Karl Ziegler, der damalige Leiter des Mülheimer Max-Planck-Instituts, den Nobelpreis in Chemie bereits schon einmal nach NRW geholt. Damals hatte er aus Kohlenstoff Plastik gewonnen und das Zeitalter des Kunststoffs eingeleitet.

Stand: 06.10.2021, 19:17