Castrop-Rauxel richtet Ökofriedhof ein

Der Ökofriedhof in Castrop-Rauxel bietet Natur pur und ohne Chemie

Castrop-Rauxel richtet Ökofriedhof ein

  • 400 Quadratmeter mit Teich und Beeten
  • Futter- und Nistplätze für Tiere
  • Nur organischer Dünger

Der Trend zu mehr Ökologie hat auch die Friedhöfe erreicht: Als bundesweit dritte Stadt hat seit Samstag (12.10.2019) auch die Stadt Castrop-Rauxel einen Öko-Friedhof im Angebot.

Für den Bereichsleiter Stadtgrün Klaus Breuer ein Vorzeigeprojekt: "Verstorbene und Angehörige wünschen sich Orte, die zu ihnen passen. Und wir haben mittlerweile eine andere Generation, die jetzt und in Zukunft bestatten wird: Die Zeit ist dafür da. Da spielt die Ökologie eine immer wichtigere Rolle." Die Nachfrage nach ökologischen Friedhöfen werde daher steigen.

Was ist anders auf dem Ökofriedhof?

Der Wettbewerb im Friedhofswesen war auch ein Grund, einen ökologischen Friedhof anzubieten. Ein Öko-Friedhof ist naturbelassener als herkömmliche Ruhestätten. Die Wege sind kaum befestigt, der Untergrund wasserdurchlässig. Sprich: Versickerung ist überall möglich. Ein Teich soll das noch verstärken.

Der Ökofriedhof in Castro Rauxel bietet viel Natur

Der Ökofriedhof bietet viel Grün

Außerdem wird Altholz stehen gelassen. Ein abgestorbener Baum wird nicht gefällt, sondern von den Ästen befreit und für Insekten vorbereitet: "Das bietet Platz für Insekten, die dann etwa Spechte anlocken. Die höhlen die Alt-Bäume aus." In Zukunft erhofft sich Breuer Nistplätze für Fledermäuse dort.

Chemie gibt es auf dem Öko-Friedhof auch nicht. Es werden Kompost und Mulch eingesetzt – sprich organischer Dünger.

Kooperation mit privaten Gärtner

Vor Ort betreut der private Friedhofs-Gärtner Rüdiger Melzner das Projekt und übernimmt – falls gewünscht – auch die Dauerpflege einzelner Gräber. Melzner hat das Konzept des Öko-Friedhofs mit dem Bundesverband deutscher Friedhofsgärtner entworfen.

Stand: 15.10.2019, 14:21