JVA in Castrop-Rauxel teilweise geräumt

JVA Castrop-Rauxel

JVA in Castrop-Rauxel teilweise geräumt

  • JVA-Gebäude musste geräumt werden
  • Boden abgesackt
  • Insasse schwer verletzt

34 Häftlinge der JVA Castrop-Rauxel wurden mit einem Gefangenentransport nach Bielefeld-Sennestadt verlegt. Am Mittwoch (11.09.2019) ist ein Gebäudeteil - der sogenannten „Meisenhof“ - abgesackt.

Während der Räumung verletzte sich ein Gefangener schwer. Das habe daran gelegen, dass er selbst nicht gut genug aufgepasst habe, so die JVA in Castrop-Rauxel. Der Insasse konnte mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen.

Boden unter Gefängnis zu weich?

Laut dem NRW-Justizministerium ist die Verlegung so vieler Häftlinge außergewöhnlich. Durch den Zustand des Gebäudes habe man aber keine andere Wahl gehabt. An einer Giebelwand des Hauses hätten sich mehrere große Risse gezeigt.

Ein Gutachter geht davon aus, dass das Haus auf einem zu weichen Untergrund gebaut wurde und es deshalb abgesackt sei. Das Land NRW, die Gefängnisleitung und der Gutachter wollen nun gemeinsam beraten, wie es weitergeht.

Stand: 13.09.2019, 07:41