Bußgeld: Anwohner behindern Bombenentschärfung

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Bußgeld: Anwohner behindern Bombenentschärfung

  • Anwohner weigerten sich aus den Wohnungen zu gehen
  • Evakuierung wurde behindert
  • Bußgeld bis zu 200 Euro verhängt

Erstmalig werden Strafen gegen renitente Essener Bürger bei einer Bombenentschärfung verhängt. Einige Bewohner hatten sich am Montag (15.04.2019) geweigert, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Entschärfung wird verzögert

Zwei Mal wurde innerhalb einer Woche eine Fliegerbombe in Essen-Frohnhausen entschärft. In beiden Fällen wurde die Evakuierung durch Anwohner behindert, so die Stadt Essen. Dadurch würde die Entschärfung verzögert und es entstünden höhere Kosten.

Norbert Geldermann vom Essener Ordnungsamt macht die Auswirkungen deutlich: "Diese Verzögerungen, die da entstehen, betreffen am Ende tausende Menschen. Kosten kommen natürlich auch zustande und die wird die Feuerwehr in Rechnung stellen."

Bußgeld muss gezahlt werden

Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei konnten die Anwohner erst mit Nachdruck zum Gehen aus ihren Wohnungen bewegt werden. Das Bußgeld wird zwischen 100 und 200 Euro zuzüglich Bearbeitungskosten betragen. Es ist nach Angaben der Stadt der erste Fall, wo es nicht bei einer Androhung des Bußgelds bleibt.

Stand: 16.04.2019, 15:28

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