Herner Hochbunker soll Wohnhaus werden

Alter Hochbunker in Herne

Herner Hochbunker soll Wohnhaus werden

  • Investor will Hochbunker umbauen
  • Plan: Wohnungen, Dachgarten, Car-Sharing
  • Nachhaltiges Wohn- und Baukonzept

Ein Investor möchte aus dem alten Hochbunker in Herne ein modernes und nachhaltiges Wohnhaus machen. Wie die Stadt Herne am Mittwoch (03.04.2019) mitteilte, hat er den Bunker bereits gekauft. Es sollen nicht nur 22 Wohnungen für Senioren-WGs, Singles und Familien entstehen, sondern auch Gemeinschaftsräume und ein Dachgarten.

Solarstrom vom Dach

Auf dem Dach soll es unter anderem ein Gewächshaus mit Gemüseanbau für ein hauseigenes Restaurant und einen Wellnessbereich mit Sauna geben. Der Investor aus Baden-Württemberg möchte, dass die zukünftigen Bewohner des umgebauten Bunkers möglichst nachhaltig leben können.

Alter Hochbunker in Herne von innen

Solarzellen auf dem Dach sollen das Haus mit Strom versorgen, genauso wie ein dazugehöriges Car-Sharing-Angebot mit E-Autos und E-Fahrrädern. Für eine nachhaltige Wassernutzung soll unter anderem Regenwasser aufgefangen werden, um es zum Beispiel für die WC-Spülung zu nutzen.

Genossenschaft für Mieter

Wer in den umgebauten Bunker einziehen möchte, muss in eine Genossenschaft eintreten und Anteile kaufen. Laut Investor fallen dafür rund 650 Euro pro Quadratmeter der Wohnung an. Die weitere Miete soll sich dann auf etwa acht Euro pro Quadratmeter belaufen. Und es gibt ein lebenslanges Wohnrecht.

Der Hochbunker im Stadtteil Sodingen stammt aus dem zweiten Weltkrieg. Bisher stand er größtenteils leer. Die Beteiligten hoffen darauf, die Baugenehmigung im kommenden Herbst zu bekommen. Die ersten Wohnungen sollen dann Ende 2020 bezogen werden können.

Stand: 03.04.2019, 13:38

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