Bundeswehr schickt weitere Bergungspanzer nach Hagen

Bundeswehr schickt weitere Bergungspanzer nach Hagen

Seit Mittwochabend hilft die Bundeswehr in Hagen mit schwerem Gerät. Jetzt wurden zwei weitere Räumpanzer geschickt, die Straßen von Schutt und Geröll berfreien.

Hagener City unter Wasser

Die Innenstadt ist jetzt offenbar einer der Hotspots. Lenne und Volme sind in der Nacht zum Donnerstag über die Ufer getreten. Die Stadt spricht von einem Jahrhundert-Hochwasser. Einzelne Haushalte haben immer noch keinen Strom. Die Wasserversorgung ist inzwischen fast überall wieder hergestellt.

Rathaus unter Wasser, Bahnhöfe gesperrt

Das Rathaus steht unter Wasser. Daneben sind zwei Dämme aus Sandsäcken aufgestapelt. Die haben womöglich verhindert, dass die halbe Innenstadt geflutet wird. Die Brücken in der City werden überprüft.

Die Stadtverwaltung konnte am Donnerstag nicht normal arbeiten, sie baut einen Notdienst auf. Darüber will sie im Netz und in den sozialen Medien informieren.

Krisenstab tagt

Der Hagener Hauptbahnhof ist gesperrt, er steht unter Wasser. Genauso wie der Bahnhof in Hagen-Hohenlimburg - da liegen die Schienen unter Schlamm und Geröll. Zeitweilig war der gesamte Busverkehr in Hagen eingestellt.

Am Donnerstagvormittag tagte der Krisenstab, auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stattete einen Besuch ab, um sich einen Eindruck von den Schäden verschaffen. Dabei lobte er die Stadt für ihr gutes Krisenmanagement.

Bundeswehr in Hohenlimburg

Ein Panzer der Bundeswehr hilft nach Unwetter in Hagen beim Aufräumen

Im Stadtteil Hohenlimburg scheint das Allerschlimmste vorerst vorbei zu sein. Die Bundeswehr ist seit Mittwochabend mit schwerem Gerät im Einsatz. 200 Soldaten mit Räumpanzern helfen der Feuerwehr bei Rettungs- und Räumarbeiten.

So wurde der Tresor der Sparkasse mit schwerem Gerät aufgebrochen, um den Inhalt so gut es geht zu retten. Denn die Sparkasse steht unter Wasser. In einem Kaltwalzwerk wird der Schaden an den Maschinen durch Wasser und Schlamm auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Brücken waren teilweise gesperrt, zwei Brücken im Oberlauf der Volme sind zerstört, Häuser sind einsturzgefährdet. Aus der Glörtalsperre musste Wasser abgelassen werden, um einen Dammbruch zu verhindern.

Stand: 16.07.2021, 08:06