Krise bei Thyssen-Krupp: Kein Staatseinstieg vorgesehen

Krise bei Thyssen-Krupp: Kein Staatseinstieg vorgesehen

Mehrere Oberbürgermeister aus dem Ruhrgebiet haben finanzielle Hilfe für den Konzern gefordert. Es soll allerdings keine staatliche Beteiligung geben.

Die Stahlsparte von Thyssen-Krupp soll nicht mittels Wirtschaftsstabilisierungsfonts unterstützt werden. Das hat ein Sprecher von Thyssen-Krupp dem WDR bestätigt.

Laut einem Interview der "Rheinischen Post" mit Finanzvorstand Klaus Kleysberg habe man sich nach intensiver Prüfung mit der Bundes- und Landesregierung darauf verständigt, dass dies kein geeignetes Mittel sei, um den Stahlbereich zu unterstützen. Stattdessen sollen Kosten gesenkt werden. Gespräche mit Arbeitnehmervertretern stehen noch an.

Bürgermeister haben finanzielle Unterstützung gefordert

Die Oberbürgermeister aus Bochum, Essen, Duisburg und Dortmund sind zuvor wegen der Krise bei Thyssen-Krupp aktiv geworden. Sie haben gemeinsam einen Brief mit Forderungen geschrieben.

Imagewechsel bei Thyssen-Krupp

Der Brief sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erreichen. Die vier Oberbürgermeister forderten unter anderem finanzielle Unterstützung für den Konzern.

Wegen der angekündigten Schließung des Grobblechwerks in Duisburg und des geplanten Abbaus von 11.000 Arbeitsplätzen sei die staatliche Unterstützung von Land und Bund unerlässlich, schreiben die Oberbürgermeister.

Verlust weiterer Arbeitsplätze droht

Zudem brauche der Konzern auch finanzielle Unterstützung für den Umbau zur klimaneutralen Produktion. Ansonsten drohe der Verlust weiterer tausender Arbeitsplätze. In Duisburg ist die Stahlindustrie der größte Arbeitgeber und auch in Essen, Dortmund und Bochum sorgt Thyssen-Krupp für viele Jobs.

Thyssenkrupp: Stahlriese am Abgrund? die story 25.11.2020 43:53 Min. UT Verfügbar bis 25.11.2021 WDR Von Ingolf Gritschneder, Michael Heussen, Wolfgang Minder

Stand: 11.12.2020, 18:59