500 Menschen protestieren gegen Neonazi-Demo in Dortmund

Auf einer Flagge steht der Schriftzug "Gegen Nazis"

500 Menschen protestieren gegen Neonazi-Demo in Dortmund

  • Mehr als 500 Menschen protestieren gegen Neonazis
  • Verschiedene Protest-Orte gegen Rechts
  • Gegen Fremdenhass und Antisemitismus auch am NSU-Mahnmal

Mehr als 500 Menschen haben am Montagabend (28.10.2019) gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus demonstriert. Bei gleich sechs Veranstaltungen gingen verschiedene Gruppen auf die Straße. Sie wendeten sich lautstark gegen die Demo der Partei "Die Rechte", diese zog mit 50 Anhängern vom Arbeitsamt bis zur U-Bahn-Station Hafen.

Als hörbares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit wurden am Abend wieder minutenlang die Glocken der Pauluskirche auf der Schützenstraße geläutet. Auf dem Kirchengelände hatten sich auch Gegner der Neonazis versammelt.

An vielen Orten im Hafenquartier protestierten Menschen gegen die rechte Demo und erinnerten auch an die Morde durch Rechtsradikale. Am NSU-Mahnmal hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof sprachen verschiedene Politiker und warben für menschliches Miteinander. Auch die Witwe des vom NSU ermordeten Kioskbesitzers Kubasik, Elif Kubasik, nahm an der Protestkundgebung teil.

Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste friedlich. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Für die Anwohner im Hafenviertel gab es Einschränkungen wie kurzzeitige Straßensperren und Ausweiskontrollen.

Stand: 29.10.2019, 08:04