Festnahme nach Autobrandserie im Duisburger Norden

Festnahme nach Autobrandserie im Duisburger Norden

  • Polizei: 59-Jähriger gibt Brandstiftung an Pkw zu
  • Zivile Beamte beobachteten ihn
  • Dringender Tatverdacht auch für andere Brände

Duisburger Polizisten haben am frühen Sonntagmorgen (19.01.2020) einen 59-jährigen Mann festgenommen, der kurz vorher ein Auto in Brand steckte und dies später auch zugab. Allerdings bestritt er andere Brände gelegt zu haben. Das teilte die Polizei am Montag (20.01.2020) mit.

Zivile Beamte hatten beobachtet, wie sich der Mann vom Tatort in Duisburg-Walsum entfernte. Die Polizisten verfolgten ihn und nahmen ihn fest. Bei dem Mann wurden Grillanzünder und mehrere Feuerzeuge gefunden. In der Vernehmung gab er dann zu, einen roten Ford in Brand gesteckt zu haben. Wegen der örtlichen Nähe der Tatorte halten ihn die Ermittler nun auch für dringend verdächtig für weitere Auto-Brände im Duisburger Norden verantwortlich zu sein.

Seit Anfang Dezember 2019 brannten dort immer wieder Autos aus. Der Mann werde verdächtigt, zehn Fälle von Brandstiftungen mit insgesamt 16 beschädigten Autos begangen zu haben, sagte am Montag eine Polizeisprecherin.

Brandserie seit Anfang Dezember

Die Polizei hatte wegen der Brandserie eine eigene Ermittlungskommission gebildet. Die Staatsanwaltschaft hatte für Hinweise auf Täter oder Verdächtige 2.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Die Ermittler hatten bislang nach einer Person gesucht, die sich von den öffentlichen Duisburger Institutionen ungerecht oder schlecht behandelt fühlte. Ob sich diese Annahme nun bei dem Festgenommenen bestätigt, ist noch nicht bekannt.

Stand: 20.01.2020, 14:31

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