Brandserie Westerholt: Tatverdächtiger in Polizeiausbildung

Feuerwehreinsatz in der Nacht am stillgelegten Stellwerk in Herten.

Brandserie Westerholt: Tatverdächtiger in Polizeiausbildung

  • Drei Brände im Stellwerk wohl in Auftrag gegeben
  • Obdachlose waren bei zwei Bränden im Gebäude
  • Verdächtiger ist Kommissaranwärter im ersten Ausbildungsjahr

Ein Kommissaranwärter soll drei Brände im Stellwerk Herten-Westerholt in Auftrag gegeben haben. Am Donnerstagmorgen (17.05.2018) wurde er festgenommen.

Bei zwei nächtlichen Bränden im Oktober 2017 hatten Obdachlose in dem Gebäude übernachtet. Sie wurden von der Feuerwehr gerettet. Als es am 14.11.2017 wieder brannte, konnte die Polizei in der Nähe zwei Verdächtige festnehmen, musste sie aber wieder freilassen.

Erst jetzt reichte der Tatverdacht gegen einen 20- und einen 25-jährigen Mann aus Herten für eine Festnahme aus. Das Amtsgericht Bochum erließ am Freitag (18.05.2018) Haftbefehl wegen versuchten Mordes und der Verabredung zum versuchten Mord sowie wegen schwerer Brandstiftung gegen die Männer.

Verdächtiger war beim Löscheinsatz dabei

Der Ältere ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Herten, der sich außerdem im ersten Jahr der Ausbildung zum Polizeibeamten befindet. Er soll die Brände bei dem 20-jährigen Beschuldigten in Auftrag gegeben haben, um sie selbst als Freiwilliger Feuerwehrmann löschen zu können.

Brandstiftung wird vor Gericht sehr streng bestraft. Sie zählt zu den "gemeingefährlichen Straftaten" und gilt als Verbrechen.

Stand: 18.05.2018, 16:05