Nach Brand im Chemiepark Marl: Streit um Brandschutz

Luftbild des Chemieparks Marl mit vielen Wohnhäusern in der Umgebung

Nach Brand im Chemiepark Marl: Streit um Brandschutz

  • Diskussion nach Brand in Kunststoffsortieranlage
  • Unklarheiten im Brandschutzkonzept
  • Chemiepark sorgt sich um Sicherheit

Nach dem Großbrand in der Kunststoffsortieranlage der Firma ALBA im Chemiepark Marl Ende April nimmt die Kritik am Brandschutzkonzept des Unternehmens zu. Auch die Stadt Marl gerät in diesem Fall unter Druck.

Hat die Stadt korrekt kontrolliert?

Der Landrat des Kreises Recklinghausen, Cay Süberkrüb (SPD), hatte zuletzt gesagt, dass der Stadt Marl das Brandschutzkonzept vorgelegen hätte. Das hatte Marls Bürgermeister Werner Arndt (SPD) vorher auf Nachfrage der Grünen verneint.

Die CDU hat Zweifel daran, dass die Behörde ihrer Überwachungspflicht nachgekommen ist - denn der Großbrand passierte erst wenige Wochen nach Inbetriebnahme der Anlage. Die SPD fürchtet derweil um den Ruf des Chemieparks. Sie verlangt, dass die Anlage erst wieder in Betrieb gehen darf, wenn ein neues Brandschutzkonzept vorgelegt wird.

Forderungen an ALBA

Das fordert auch der Chemiepark von ALBA. Jörg Harren, der Leiter des Chemieparks, möchte, dass das gesamte Betriebs-, Sicherheits- und Brandschutzkonzept noch mal angeschaut wird: "Wir wollen eine Wiederholung eines solchen Brandereignisses um jeden Preis vermeiden."

Im Chemiepark Marl lagern hochbrennbare Materialien. Ein unzureichendes Brandkonzept sei nicht hinnehmbar, so Harren, der auch für die Sicherheit der rund 10.000 Mitarbeiter im Chemiepark zuständig ist.

Großbrand in Marl WDR aktuell 24.04.2019 00:30 Min. Verfügbar bis 24.04.2020 WDR

Stand: 14.05.2019, 08:32