Brand vor Hagener Moschee: Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

Vor einem Mehrfamilienhaus in Hagen stehen zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr

Brand vor Hagener Moschee: Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

  • Papiertonne vor Moschee in Hagen fängt Feuer
  • Staatsschutz ermittelt
  • Festgenommener Verdächtiger wieder frei

Nach dem Brand an einer Hagener Moschee hatte die Polizei am Samstagabend (25.05.2019) am Hauptbahnhof einen 52-Jährigen vorläufig festgenommen. Der Mann ist nun wieder auf freiem Fuß. "Es besteht weiter ein Tatverdacht gegen ihn, aber es lag kein Haftgrund vor", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag.

Ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder durch Fahrlässigkeit entstand, wird nun ermittelt. Er habe zugegeben, in dem Hausdurchgang gewesen zu sein, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zu der Frage, ob er etwas mit dem Brand zu tun hatte, habe er sich nicht geäußert.

Keine Verletzten

Zuvor war in einem Hagener Mehrfamilienhaus, in dem sich auch eine Moschee befindet, ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde nach Informationen der Polizei niemand. Aufgrund der Nähe zur Moschee hatte der Hagener Staatsschutz den Fall jetzt übernommen.

Mann mit zwei Hunden

Der durch ein Feuer stark beschädigte Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses

In diesem Durchgang entzündete sich das Feuer

Nach bisherigen Ermittlungen ging gegen 9.45 Uhr ein unbekannter Mann, der zwei Hunde an einer Leine mit sich führte, in einen Durchgang zwischen den Häusern. Dort habe er sich kurz aufgehalten und sei dann wieder gegangen. Wenig später brannte nach Polizeiangaben eine Altpapiertonne am Ende des Durchganges.

Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die angrenzende Moschee wurde durch das Feuer nicht beschädigt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten in dem Gotteshaus jedoch Türen und einige Decken aufstemmen, um Glutnester auszuschließen.

Der Schaden wird auf zirka 20.000 Euro geschätzt. Die Polizei sucht Zeugen.

Stand: 26.05.2019, 14:20

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