Holzwickede: Frau gesteht Brandstiftung

Ein Haus brennt unter starker Rauchentwicklung

Holzwickede: Frau gesteht Brandstiftung

  • Angeklagte gesteht, Feuer in Mehrfamilienhaus gelegt zu haben
  • Acht Mitbewohner waren noch im Haus
  • Kinder der Angeklagten befanden sich ebenfalls im Haus

Am Dienstag (19.11.2019) hat eine Frau vor dem Dortmunder Landgericht gestanden, ein Feuer in ihrer Wohnung gelegt zu haben. Das war im vergangenen Mai in einem Mehrfamilienhaus in Holzwickede.

Kinder im brennenden Haus zurückgelassen?

Die 27-jährige Mutter soll einen Wäscheberg in ihrem Wohnzimmer angezündet haben. So wollte sie erreichen, dass ihr Freund nach einem Streit wieder nach Hause kommt. Sie sei betrunken gewesen, sagte sie am Dienstag (19.11.2019) beim Prozessbeginn.

Als sich das Feuer ausbreitete, sei die Frau aus der Wohnung gelaufen, um Hilfe und Wasser zu holen. Dann sei sie geflohen und habe ihre beiden kleinen Kinder dort zurückgelassen.

Damals hielten sich noch acht weitere Bewohner in dem Haus auf. Als einer von ihnen das Feuer bemerkte, versuchte er, die zwei Kinder zu retten - doch Hitze und Qualm waren zu stark.

Urteil im Dezember erwartet

Kurz darauf gelang es dann der Feuerwehr, sie zu befreien. Die Kinder und die anderen Hausbewohner erlitten Rauchgasvergiftungen. Die Frau ist wegen mehrfachen Mordversuchs angeklagt. Das Urteil soll Anfang Dezember gesprochen werden.

Stand: 19.11.2019, 12:55