Bomben-Sprengung in Dortmund: Fliegerbombe erfolgreich gesprengt

Stand: 15.08.2021, 20:10 Uhr

In Dortmund ist am späten Sonntagnachmittag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt worden.

Live-Ticker zur Bomben-Sprengung in Dortmund

19 Uhr: Das Evakuierungsgebiet ist inzwischen auch für den Straßenverkehr freigegeben. Es besteht lediglich noch eine kleine Sperrung rund um den Fundort. Alle Anwohnerinnen und Anwohner dürfen wieder zurück in ihre Wohnungen.

18:25 Uhr: Für Fußgänger ist das Evakuierungsgebiet wieder freigegeben, für Fahrzeuge allerdings noch nicht, da im Bereich Schwanenwall noch Aufräumarbeiten stattfinden. Die Stadtbahnlinien fahren wieder regulär.

18:20 Uhr: Der U-Bahn-Tunnel der U44 wurde durch die Sprengung nicht beschädigt.

18:15 Uhr: An einer Sperrstelle kam es zu einem Zwischenfall. Ein Mitarbeiter der Stadt wurde von einem Anwohner, der versucht hatte, ins Sperrgebiet zu gelangen, angegriffen. Der Mitarbeiter wurde bei dem Angriff schwer verletzt und ist auf dem Weg ins Krankenhaus.

18 Uhr: Die Sperrungen des Bahnverkehrs wurden aufgehoben. Damit halten die Züge des Fernverkehrs wieder im Dortmunder Hauptbahnhof.

17:20 Uhr: Der Evakuierungsbereich ist noch nicht wieder freigegeben. Nun werden Gas- und Wasserleitungen auf Schäden untersucht, um Gefahren auszuschließen. Erst danach dürfen die Anwohnerinnen und Anwohner zurück in ihre Wohnungen.

17:15 Uhr: Die Fliegerbombe ist erfolgreich gesprengt worden.

Bomben-Sprengung in Dortmund

In Dortmund ist am späten Sonntagnachmittag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt worden.

Nach der Sprengung sind die Straßen rund um die Fundstelle voller Sand. Mit dem Sand sollte die Druckwelle abgeschwächt werden.

Die Sprengung hinterlässt einen großen Krater in der Dortmunder Innenstadt.

Durch die Sprengung sind mehrere Häuser im Umkreis beschädigt worden.

Die Straßensperrungen werden nach der erfolgreichen Sprengung der Bombe aufgehoben.

Einsatzkräfte entladen Sand an der Fundstelle. Dieser soll die angrenzenden Gebäude während der Sprengung vor einer Druckwelle schützen.

In der Gesamtschule Scharnhorst haben sich rund 100 Anwohnerinnen und Anwohner eingefunden. Sie warten dort, bis sie zurück in ihre Wohnungen dürfen.

Vor der kontrollierten Sprengung: Hier am Schwanenwall/Platz von Novi Sad liegt die britische Fliegerbombe.

Der Kampfmittelräumdienst wartet auf seinen Einsatz.

Zu Beginn der Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen sind viele Straßen im Evakuierungsgebiet bereits menschenleer.

Karl-Ulrich Kortmann, Hotelier vom Esplanade Hotel, hat selbst überprüft, ob seine Gäste bis 8 Uhr das Hotel verlassen haben.

Das Ordnungsamt kontrolliert, ob auch wirklich alle Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen haben.

Seit Sonntagmorgen sind die Zufahrten in das Evakuierungsgebiet gesperrt.

Der Verdachtspunkt am Schwanenwall/Platz von Novi Sad wurde bestätigt. Dort ist eine britische 250 kg Fliegerbombe gefunden worden.

17:05 Uhr: Die Freigabe zur Sprengung der Bombe ist erteilt. Die letzten Einsatzkräfte verlassen das Evakuierungsgebiet.

16:45 Uhr: In der Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst befinden sich momentan 155 Anwohnerinnen und Anwohner. Sie werden mit Shuttlebussen nach dem Ende der Sperrungen in das Evakuierungsgebiet zurückgebracht.

16:30 Uhr: Die Vorbereitungen sind noch nicht abgeschlossen. Daher fehlt auch noch die Freigabe für die Sprengung. Aktuell werden noch Wasserbehälter befüllt. Genauso wie der Sand sollen sie die Druckwelle der Sprengung abschwächen. Die Sprengung verzögert sich erneut.

16:20 Uhr: Ab 16:50 Uhr wird der Dortmunder Hauptbahnhof nicht mehr von Zügen des Fernverkehrs angefahren.

16:10 Uhr: Laut Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die an einer der Absperrungen positioniert sind, verzögert sich die Sprengung um mindestens 30 Minuten.

16:05 Uhr: Laut der Stadt Dortmund gibt es eine weitere Person im Evakuierungsgebiet. Diese habe sich jetzt erst gemeldet, dass sie einen Krankentransport benötigt. Dieser wird nun kurzfristig organisiert. Parallel dazu finden noch die letzten Vorarbeiten zur kontrollierten Sprengung statt.

15:35 Uhr: Einsatzkräfte bringen weiterhin Sand zur Fundstelle. Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt der Kampfmittelräumdienst mit der Sprengung.

15:20 Uhr: Die Stadtbahnlinien U42, U43 und U46 sind jetzt unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

14:55 Uhr: Die Deutsche Bahn hat die Einstellung des Fernverkehrs auf 15:45 Uhr verschoben.

14:40 Uhr: Die Sprengung verschiebt sich auf mindestens 16 Uhr. Der Grund dafür ist, dass noch weiterer Sand fehlt. Dieser wird benötigt, um die Druckwelle der Sprengung abzufangen.

14:35 Uhr: Züge des Fernverkehrs fahren den Dortmunder Hauptbanhof ab 14:45 Uhr nicht mehr an. Sie werden über Gelsenkirchen umgeleitet. Außerdem wird der Flugverkehr während der Sprengung eingestellt und die Stadtbahnlinien U42, U43 und U46 werden unterbrochen und fahren nur noch in bestimmten Streckenabschnitten.

14:20 Uhr: Laut der Stadt Dortmund gibt es eine weitere Person, die sich weigert, ihre Wohnung zu verlassen. Der Schlüsseldienst sei unterwegs. An der Fundstelle läuft hingegen alles nach Plan.

13:45 Uhr: Die Evakuierung ist laut der Stadt Dortmund abgeschlossen, es finden allerdings noch Nachkontrollen im Evakuierungsgebiet statt. Die Vorbereitungen an der Fundstelle laufen.

13:40 Uhr: Es gab zwei Situationen, in denen sich Personen weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen, schreibt die Stadt Dortmund auf Twitter. Diese haben aber mittlerweile den Evakuierungsbereich verlassen.

12:45 Uhr: Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich darauf einstellen, dass sie nicht unmittelbar nach der Sprengung in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen. Erst müssen mögliche Schäden in der Umgebung (beispielsweise am U-Bahn-Tunnel oder an Gebäuden) ausgeschlossen werden.

12 Uhr: Der Blindgänger muss kontrolliert gesprengt werden. Laut dem Einsatzleiter des Ordnungsamtes, Mario Niedzialkowski, ist eine Entschärfung der Bombe nicht möglich, weil der Zünder so stark beschädigt ist. Die Evakuierung ist mittlerweile fast abgeschlossen. Die vorbereitenden Maßnahmen zur Sprengung werden ca. drei Stunden dauern, sodass die Fliegerbombe frühestens gegen 15 Uhr kontrolliert gesprengt werden kann.

10:35 Uhr: In der Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst sind derzeit rund 100 Anwohnerinnen und Anwohner. Sie werden vor Ort mit Essen und Getränken durch verschiedene Hilfsorganisationen versorgt.

9:45 Uhr: Verdacht bestätigt: Am Schwanenwall/Platz von Novi Sad ist ein 250 kg Blindgänger britischer Herkunft gefunden worden. Dieser wird im Laufe des Sonntags vom Kampfmittelräumdienst entschärft.

9:15 Uhr: Im Rahmen der Bomben-Entschärfung sind auch mehrere Hotels betroffen. Diese mussten bis 8 Uhr evakuiert werden.

9 Uhr: Das Ordnungsamt überprüft seit gerade, ob sich noch Anwohnerinnen und Anwohner in ihren Wohnungen befinden. Dafür gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch das Evakuierungsgebiet und klingeln an den einzelnen Haustüren. Von der Evakuierung betroffen sind insgesamt 7.200 Menschen in 4.590 Haushalten.

8:55 Uhr: Die Zufahrten in das Evakuierungsgebiet sind inzwischen gesperrt. Die Stadt Dortmund bittet, den Bereich großräumig zu umfahren. 240 Personen vom Ordnungsamt und 100 Personen vom Tiefbauamt sind im Einsatz, um die Straßen abzusperren.

8:15 Uhr: Beim Bus- und Bahnverkehr gibt es bereits Einschränkungen. Der Ausstieg an den Stadtbahn-Haltestellen Reinoldikirche, Ostentor und Brügmannplatz ist zurzeit nicht mehr möglich. Mit dem Beginn der Entschärfung soll es weitere Einschränkungen geben.

7:55 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst ist bereits am Schwanenwall/Platz von Novi Sad eingetroffen und beginnt mit den ersten Vorbereitungen.

7:45 Uhr: Die Evakuierung hat bereits begonnen.

Der Verdachtspunkt liegt am Schwanenwall/Platz von Novi Sad in der Dortmunder Innenstadt. Ob es sich tatsächlich um einen Bombenblindgänger handelt, kann erst durch eine Aufgrabung festgestellt werden. Daher beginnen die Einsatzkräfte am Sonntag (15.08.2021) ab 8 Uhr mit den Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen. Vorsorglich wird ein Radius von 500 Metern um den Verdachtspunkt evakuiert. 7.200 Menschen sollen bis dahin ihre Wohnungen verlassen.

Betreuungsstelle in Scharnhorst und kostenlose Freizeitangebote für Betroffene

Anwohnerinnen und Anwohner, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, haben die Möglichkeit, die Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst aufzusuchen und sich bei der Gelegenheit auch impfen zu lassen. Denn der städtische Impfbus wird vor der Schule stehen, um den Evakuierten ein zusätzliches Impfangebot anzubieten.

Außerdem bieten der Westfalenpark (geöffnet von 9 bis 23 Uhr) und der Zoo Dortmund (geöffnet von 10 bis 17:30 Uhr) den Betroffenen des Evakuierungsgebiets kostenlose Angebote. Gegen Vorlage des Personalausweises haben sie dort am Sonntag freien Eintritt.

Evakuierung eines Altenheims und der Justizvollzugsanstalt

Seniorinnen mit Rollator und Rollstuhl verlassen ein Altenheim.

Am Samstagmorgen wurde bereits das St. Josefinenstift geräumt.

Auch 77 Bewohnerinnen des Altenheims "St. Josefinenstift" mussten im Rahmen der Evakuierung verlegt werden. 71 Seniorinnen kamen in ein Pflegeheim nach Bochum, die restlichen sechs Seniorinnen kamen bei Verwandten unter. Während der Umzugsaktion am Samstagmorgen wurden sie mit Kleintransportern und Rettungswagen abgeholt. Am Montag dürfen sie zurück.

Auch die Justizvollzugsanstalt Dortmund mit ihren rund 300 Insassen ist betroffen. Bereits seit mehreren Tagen werden die Gefangenen in andere Anstalten nach Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Düsseldorf, Werl und Bielefeld verlegt. Die letzten Insassen werden am Sonntagmorgen in andere Gefängnisse verteilt. Spätestens nach einer Woche sollen die Gefangenen in die Dortmunder Justizvollzugsanstalt zurückgebracht werden.

Einschränkungen im Stadtbahn-Verkehr

Mit Beginn der Entschärfung kommt es zu deutlichen Einschränkungen im Stadtbahn-Verkehr. Das betrifft die Linien U42, U43, U44 und U46. Die Stadtbahnlinien U41, U45, U47 und U49 fahren regulär. Außerdem gibt es Einschränkungen auf zwei Buslinien (Linie 452 und S30).

Ursprünglich waren Stadt und Kampfmittelbeseitiger noch von vier möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegangen, da bei Untersuchungen zur Kampfmittelbeseitigung in der Dortmunder Innenstadt sogenannte Anomalien festgestellt worden waren. Bei drei Verdachtspunkten ist aber bereits Entwarnung gegeben worden. Lediglich der Verdachtspunkt am Schwanenwall/Platz von Novi Sad verbleibt.

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