Bombendrohung stoppt Druck der WAZ in Essen

WAZ-Mediengruppe vor Eigentümerwechsel

Bombendrohung stoppt Druck der WAZ in Essen

  • Druckhaus der Zeitung evakuiert
  • Große Teile der Mittwochs-Ausgabe fehlen
  • Vorläufige Festnahme in der Nacht

Auf die Westdeutsche Allgemeine Zeitung hat es am Dienstagabend (02.06.2020) eine Bombendrohung gegeben. Das Druckhaus der WAZ in Essen musste deshalb am späten Abend geräumt werden. Ein Verdächtiger wurde ermittelt.

Produktion musste gestoppt werden

Laut einer Polizeisprecherin ging am späten Abend zunächst im Essener Druckzentrum im Stadtteil Holsterhausen ein Anruf mit der Drohung ein, kurz darauf auch bei der Polizei selbst.

Im WAZ-Druckhaus wurden sofort die Maschinen gestoppt, alle Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen. Die Polizei durchsuchte das Haus mit Sprengstoffspürhunden. Die fanden aber nichts.

Ehemaliger Mitarbeiter wohl Anrufer

Noch in der Nacht konnten die Beamten aber einen Verdächtigen ermitteln. Es handelt sich dabei um einen 29-jährigen Essener, der laut Polizei bis vor kurzem noch bei der WAZ gearbeitet hat.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen, hat die Nacht in Polizeigewahrsam verbracht und wurde befragt. Mittlerweile wurde der Mann aus dem Gewahrsam entlassen. Die Polizei ermittelt gegen ihn unter anderem wegen Bedrohung und Störung des öffentlichen Friedens. Zu den Motiven war am Mittwochnachmittag noch nichts Genaues bekannt.

Mittwochsausgabe unvollständig

Wegen der Drohung kam die Produktion der Zeitung ins Stocken. Einige Mittwochs-Ausgaben konnten erst später fertig gestellt und ausgeliefert werden.

Außerdem konnten mehrere Lokalteile der zur WAZ gehörenden NRZ am Niederrhein gar nicht beziehungsweise nur online herausgegeben werden, so ein Unternehmenssprecher.

Stand: 03.06.2020, 14:14