Bönen und Dexia-Bank einigen sich auf Vergleich

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Bönen und Dexia-Bank einigen sich auf Vergleich

  • Ende im Zins-Streit zwischen Bönen und der Dexia-Bank
  • Vergleich in Höhe von 700.000 Euro
  • Gemeinderat muss noch zustimmen

Im Streit der Gemeinde Bönen mit der Dexia-Bank ist ein Ende in Sicht. Die Parteien haben sich auf einen Vergleich in Höhe von rund 700.000 Euro geeinigt. Das teilte die Gemeinde am Dienstag (19.06.2018) mit. Der Gemeinderat muss aber noch zustimmen.

Zinssatz bei 20 Prozent

Vorausgegangen war ein risikoreicher Kreditvertrag, der Bönen an den Rand des Ruins brachte. Es ging um eine Wette auf die Entwicklung des Schweizer Frankens. Der Zinssatz des Kredits der Gemeinde hing von der Schweizer Währung ab. Die entwickelte sich für Bönen ungünstig. Der Zinssatz, den Bönen noch jahrelang hätte zahlen sollen, stieg auf mehr als 20 Prozent.

Bönen schrammt an Millionenzahlung vorbei

Um aus der Zinswette auszusteigen, hätte die Gemeinde mehrere Millionen Euro auf den Tisch legen müssen. Doch Bönen klagte und zog bis vor den Bundesgerichtshof. Mit Erfolg. Der BGH entschied im Dezember 2017, die Bank habe nicht ordnungsgemäß über das Zinsrisiko aufgeklärt.

Neuer Zinssatz entspannt Situation

Nun haben sich beide Seiten auf einen deutlich niedrigeren Zinssatz geeinigt. Mit dem Vergleich käme die Gemeinde mit einem blauen Auge davon - wenn der Rat zustimmt.

Stand: 20.06.2018, 07:15