Böllerwerfer verletzt Rollstuhlfahrerin in Mülheim

Reste von einem Böller liegen auf Gehweg (Symbolbild)

Böllerwerfer verletzt Rollstuhlfahrerin in Mülheim

In Mülheim an der Ruhr soll ein Jugendlicher absichtlich einen Knallkörper in Richtung einer Rollstuhlfahrerin geworfen haben. Diese hört auf einem Ohr jetzt nichts mehr. Die Polizei sucht Zeugen.

Eine Rollstuhlfahrerin sieht einen Böller auf sich zu fliegen, der explodiert und sie hört auf einem Ohr nichts mehr - das ist am Mittwochabend einer 30-Jährigen in Mülheim an der Ruhr passiert.

Die Frau hat sich nach Angaben der Polizei zusammen mit einem 28-Jährigen im Bereich der U-Bahn-Haltestelle Stadtmitte aufgehalten. Dort soll sie drei Jugendliche mit einem Knallkörper in der Hand gesehen haben. Nach Aussage des Begleiters soll dann einer von ihnen den Böller absichtlich in Richtung der Rollstuhlfahrerin geworfen haben.

Der Knallkörper soll nur kurz vor dem Rollstuhl gelandet und explodiert sein. Die Gruppe flüchtete. Die Frau stellte nach dem ersten Schreck fest, dass sie kein Hörempfinden mehr auf einem Ohr hat.

Jugendlicher mit neon-grüner Regenjacke gesucht

Die Polizei sucht jetzt nach dem Böllerwerfer. Er soll etwa 1,70 Meter groß und sportlich gebaut sein. Bekleidet war der Gesuchte mit einer neon-grünen Regenjacke. Er trug außerdem ein Cappy, hat einen Drei-Tage-Bart sowie kurze, dunkle Haare.

Stand: 22.10.2020, 15:11