Bochumer Forscher entwickeln "Corona-Test-Lungen"

Mit einer Pipette wird Flüssigkeit in Reagenzgläser gefüllt.

Bochumer Forscher entwickeln "Corona-Test-Lungen"

Von Ludger Vortmann

  • Bochumer Forscher züchten Mini-Lungen
  • Studie zu Virus-Vermehrung und Medikamenten-Wirkung
  • Bundes-Forschungsministerium fördert Projekt

Forscher der Ruhr-Universität Bochum wollen herausfinden, wie Sars-Cov-2-Infektionen entstehen, sich ausbreiten und welche Wirkung bestehende Medikamente haben. Dazu haben sie aus Stammzellen sogenannte Organoiden gezüchtet, die wie kleine Lungen funktionieren.

Vorteil: reale Bedingungen

Die Mini-Lungen leiten sich von menschlichen Zellen ab und können in großer Zahl hergestellt werden. Weil sie alle denselben genetischen Hintergrund haben, fallen Unterschiede aufgrund verschiedener Spender weg.

Kernfrage: Wie breitet sich das Virus?

Die Bochumer Wissenschaftler gehen der Frage nach, wie sich Covid-19 ausbreitet. Dazu werden die Entzündungsmechanismen untersucht und wie sich die Krankheit entwickelt, wenn antivirale Medikamente wie Remdesivir, Camostat und Chloroquine eingesetzt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Forschungsprojekt ("Analyse von Sars-Cov-2 infizierten humanen Lungen-Organoiden") bis Ende 2021.

Ergebnis Heinsberg-Studie von Streeck vorgestellt Aktuelle Stunde 04.05.2020 UT Verfügbar bis 25.03.2021 WDR Von Astrid Houben

Stand: 29.05.2020, 17:38