Bochumer Schüler erfinden Sirenen für Katastrophenfall

Pascal und Moritz mit ihrer Alarmanlage

Bochumer Schüler erfinden Sirenen für Katastrophenfall

Von Andrea Groß

Zwei Gymnasiasten haben ein Sirenensystem ausgetüftelt, das man einfach an Laternenmasten aufhängen kann. Die Stadt Bochum hat schon Interesse an dem System bekundet.

So groß, wie ein Schuhkarton ist der Kasten, den Moritz Schweinoch und Pascal Makossa entwickelt haben. Wenn das System über eine Leitstelle aktiviert wird, sendet es den typischen Heulton, den man auch von herkömmlichen Sirenen kennt.

Die Box kann mehr als eine herkömmliche Sirene

Der Kasten kann aber noch mehr: er kann auch ein optisches Signal senden. Zum Beispiel blinkt eine Lampe rot bei Gefahr und grün bei Entwarnung. Es kann auch eine Sprachansage gesendet werden.

Wenn es zum Beispiel brennt und es eine starke, möglicherweise giftige Rauchentwicklung gibt, können Anwohner über den Lautsprecher an dem Kasten aufgefordert werden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Viele Anlagen seit dem Krieg abgebaut

Sirenenkasten, entwickelt von Bochumer Schülern

So sieht der Sirenenkasten aus

Auf die Idee kamen die beiden Abiturienten durch die Mutter von Moritz Schweinoch. Sie arbeitet im kommunalen Katastrophenschutz der Stadt Bochum und hat den Jugendlichen erzählt, dass viele Anlagen seit Ende des zweiten Weltkrieges abgebaut worden sind.

Große Bereiche im Stadtgebiet werden deshalb durch die herkömmlichen Alarme gar nicht mehr erreicht. Hier könnte die Box der beiden eine wichtige Ergänzung sein. Zumal sie auch lokal begrenzt angesteuert werden kann.

Sonderpreis bei "Jugend forscht"

"Wenn es zum Beispiel eine Bombenentschärfung gibt und nur in einem Stadtviertel Straßen gesperrt und Häuser geräumt werden müssen, kann das wichtig sein", sagt Moritz Schweinoch.

Mit ihrer Erfindung stoßen sie nicht nur auf Interesse bei der Stadt Bochum. Sie haben damit auch beim Landeswettbewerb "Jugend forscht" einen Sonderpreis gewonnen.

Stand: 17.04.2021, 06:50

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