Bochum will mehr für Streuobstwiesen werben

Ein Apfel hängt an einem Ast.

Bochum will mehr für Streuobstwiesen werben

  • Streuobstwiesen in Bochum werden nicht ausreichend genutzt
  • Jährlich verfault zentnerweise Obst
  • Internetpräsenz und Hinweistafeln sollen helfen

Am Donnerstag (24.01.2019) hat der Bochumer Umweltausschuss über das Vorhaben entschieden, die Streuobstwiesen der Stadt bekannter zu machen. Dafür sind unter anderem mehr Internetpräsenz und Hinweistafeln mit entsprechenden Regeln für die Ernte geplant.

Derzeit werden die Streuobstwiesen in Bochum noch nicht ausreichend genutzt. Dadurch verfaulen jährlich zentnerweise Früchte. Dabei können Bochumer kostenlos Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen ernten. Zwei Eimer voll seien erlaubt, betont Dieter Hartwig, Leiter des Grünflächenamtes Bochum.

Übersichtskarte und Tafeln sollen helfen

Geplant ist jetzt eine Übersichtskarte der Wiesen auf der städtischen Internetseite bochum.de, außerdem sollen sie auf mundraub.org eingepflegt werden. Sie ist die größte Online-Plattform für die Suche nach Lebensmitteln aus der Natur. Hinweistafeln an den Streuobstwiesen selber informieren in Zukunft die Nutzer.

Andere Städte verbuchen Erfolge

Andere Städte haben auch Regelungen für ihre Streuobstwiesen gefunden. In Essen kümmert sich beispielsweise die Naturschutzjugend um das Obst. Das wird dann anschließend zu Saft verarbeitet und verkauft.

Gladbeck wirbt seit dem vergangenen Jahr verstärkt für die Ernte. Das Angebot der Stadt wurde daraufhin so gut angenommen, dass auch in diesem Jahr wieder auf die Wiesen aufmerksam gemacht werden soll.

Andere Städte, wie Oberhausen und Witten, haben gar keine Streuobstwiesen.

Stand: 24.01.2019, 16:25