Ofen bringt Bochumer Familie in Lebensgefahr

Ofen mit Holzkohle

Ofen bringt Bochumer Familie in Lebensgefahr

  • Familie mit zwei Kindern ins Krankenhaus gebracht
  • Holzkohle im geschlossenen Raum verglüht
  • Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung

Eine Bochumer Familie mit zwei Kindern ist in der Nacht zu Donnerstag (04.10.2018) mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Sie hatte in einem geschlossenen Raum auf einem Ofen Holzkohle verglüht. Die Familie rief die Helfer selbst an, als die Frau über Schwindel klagte.

Als die Feuerwehr die Wohnung betrat, lösten ihre CO-Warner sofort aus. Im Wohnzimmer der Familie fand der Rettungsdienst die noch glühende Holzkohle auf einem kleinen Ofen. Laut Feuerwehr war den Bewohnern offenbar nicht bewusst, dass die Verbrennung im geschlossenen Raum lebensgefährlich ist.

Feuerwehr: CO-Warner-Pflicht nicht nötig

Da die Familie aus Eritrea stammt und kaum Deutsch spricht, sind die genauen Hintergründe noch unklar. Die Familie wird noch medizinisch behandelt. Ein Feuerwehrsprecher sagte, er habe einen solchen Ofen noch nie gesehen: "Mir ist der Verwendungszweck schleierhaft."

Trotz der Gefahr, die von Kohlenmonoxid ausgeht, spricht sich die Feuerwehr Bochum gegen eine allgemeine Pflicht für CO-Warner aus. Warnmelder seien dort sinnvoll, wo auch Kohlenmonoxid entstehen kann, etwa bei Gasheizungen oder -thermen. Wer diese nutzt, solle sich von Experten beraten lassen.

Stand: 04.10.2018, 10:47

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